Dienstag, 16. April 2019

Testgelände für Reichsflugscheiben?



Testgelände für Reichsflugscheiben?

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Auf der Kola Halbinsel, die zu Fennoskandinavien gehört, genauer in Murmansk in Liinakhamari (gehörte damals zu Finnland, heute Russland), machte man eine erstaunliche Entdeckung aus vergangenen Kriegstagen.

So fanden Forscher mysteriöse Betonkreise, von denen man sich sicher ist, dass diese von der Wehrmacht erbaut wurden. So diskutiert man im Netz, ob es sich bei diesen merkwürdigen Betonkreisen und Ringe nicht um die Reste, eines ehemaligen, geheimen Testgeländes handelt. Es wurde vermutet, dass hier Teile der Vril Gesellschaft unter dem Kommando des Ahnen Erbes, das in der Nähe operierte, Tests an Antigravitationsantrieben und Reichsflugscheiben vom Typ Haunebu II vollzogen wurden. Die Betonkreise dienten wohl als Start und Landeplattform.

Eine schöne Creepypasta, aber eben auch nur das, denn diese Geschichte beruht auf eine Fehlinterpretation aus Unkenntnis.

Hier wurde weder die Haunebu II getestet, noch die Glocke noch sonstigen Prototyp aus dieser Zeit. Genauso wenig fand man hier mysteriösen blauen Schleim und auch wurden keine Zombie Versuche von Medizinern hier vollzogen. Und zu guter Letzt wurden hier auch keine Funksprüche von Außerirdischen empfangen. 

Bei diesen Betonkreisen / Ringen handelt es sich um die Reste (das Beton Fundament) von Vorrichtungen für Küstengeschütze / Luftabwehrgeschütze, die zwischen 1941–1944 dort zur Verteidigung des Hafens von uns Deutschen errichtet wurden. (ähnlich der US - Panama-Montierung). Wahrscheinlich wurde der Sockel erbaut für das Friedrich Krupp AG - 38 cm S.K. C/34 Geschütz.

Der vermeintlich blaue Schleim ist eher grün und sind witterungsbedingte Algenablagerungen.  


Ergebnis:  100% Fake!




Dürres Alien auf einem Dach in Mexico



Dürres Alien auf einem Dach in Mexiko

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Genauer handelt es sich eigentlich um eine kürzere Videosequenz, die im Juni 2015 in einem kleinen mexikanischen Dorf aufgenommen worden sein soll. Zu sehen ist, wie die Kamera erst ein Stück vom Garten filmt und dann zum Dach hoch schwenkt, wo man deutlich eine extrem dürre, humanoide Gestalt sieht, von der man überzeugt ist, dass es sich um einen außerirdischen handelt.



Die erste Frage, die sich auch hier wieder stellt, warum ist dieser außerirdische Besucher nackt? Warum krabbelt er unbeholfen auf dem Dach? Warum flüchtet er?

Auch wenn manche glaubten, dass es sich bei diesem Alien um ein Echtes gehandelt hat, so muss man leider hier enttäuschen, denn das Video ist Fake!

Es handelt sich um eine gelungene CGI Arbeit von JJPD Producciones, hinter der zwei Brüder aus Nicaragua stecken, die leidenschaftlich gerne Kurzvideos mit Spezialeffekten produzieren. Und das ziemlich Gute wie man sieht. So gehen viele Videos die als echt im Internet rumgeistern auf das handwerkliche Konto der beiden.

Hier ist das Original (unbearbeitete Video)

JJPD Producciones





Ergebnis:  100% Fake!





Der Manta Ray 1953



Der Manta Ray 1953

Aus dem Bereich Kuriositäten und interessantes für zwischendurch ...

Eines der skurrilsten aber auch faszinierendsten Kraftfahrzeuge, die je gebaut wurden, dürfe in einem Ranking ziemlich weit oben der "Manta Ray" aus dem Jahr 1953 sein.  Was für ein futuristisches Design und was für eine große Kreativität und visionäre Innovation die in diesem Auto steckt. Zur damaligen Zeit hat man die Zukunft in die Gegenwart geholt und Visionen gelebt, anders als die leidenschaftslose Zeit von heute. Dieses Auto, auch wenn es nur ein mehr oder weniger Einzelexemplar ist, zeigt historisch, wie damals über die Zukunft gedacht wurde.



Gebaut hat diesen fantastischen Wagen Glen Hire und Vernon Antoine aus Kalifornien. Großen Respekt dafür.




Montag, 15. April 2019

RoboCop seine Waffe?



RoboCop seine Waffe?

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Bei diesem Bildausschnitt handelt es sich um ein Screenshot aus dem Film "RoboCop 2" aus dem Jahr 1990, der von " Irvin Kershner" gedreht wurde.

Auf dem Ausschnitt sieht man RoboCop, der hier auf Gangsterjagd ist und eine merkwürdige Pistole in der Hand hält.

Die Frage die hier oft aufkommt, handelt es sich um eine real existierende Waffe oder ist diese der Fantasie entsprungen?



Bei der Pistole die RoboCop in der Hand hält, handelte es sich um eine Beretta 93R "Auto 9". Genauer um eine extra für den Film angefertigte Modifizierung, die man deutlich am verlängerten Lauf erkennt. Sie gibt es in gut sortierten Waffenshops als Nachbau zu kaufen.


Ergebnis: 100% Real!





Merkwürdige Pistole im Film ...



Merkwürdige Pistole im Film ...

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Bei diesem Bildausschnitt handelt es sich um ein Screenshot aus dem Film "Hitler: The Rise of Evil" aus dem Jahr 2003, der von "Christian Duguay" gedreht wurde. Der deutsche Titel des Films trägt den Namen "Hitler – Aufstieg des Bösen" und lief bereits als Zweiteiler im TV.

Auf dem Ausschnitt sieht man den Schauspieler "Robert Carlyle", der hier in die Rolle von Adolf Hitler geschlüpft ist und in der Szenendarstellung gerade einen Mann mit einer Pistole bedroht.

Nun gab es einige in der Mythen Community, die rätselten, um was für eine merkwürdige Pistole es sich handelt, da diese zu modern zu sein schien für die damalige Zeit. So wurde alles Mögliche in diese kleine Szene reininterpretiert und das wohl stärkste Argument war dieses, das die Wehrmacht damals fast ausschließlich die Luger P08 Pistole mit sich führten. Das ist aber historisch nur zum Teil richtig und so kann man Licht ins Mysterium um die merkwürdige Pistole bringen.



Bei der Pistole die Hitler in der Hand hält, handelte es sich um eine Frommer Stop - .380 ACP, die damals zwar seltener aber durchaus auch im Gebrauch war.


Ergebnis: 100% Real!





Mittwoch, 3. April 2019

Der Buckelwal im Dschungel



Der Buckelwal im Dschungel

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Wie diverse Medien am 22. Februar 2019 berichteten, wurde in Brasilien im Mangrovenwald von Marajó ein junger Buckelwal gefunden.

Die berechtigte Frage ist, wie kommt ein Buckelwal in den brasilianischen Dschungel, denn diesen sollte man da eher nicht vermuten. Ein Hoax?

Tatsächlich entspricht der Vorfall der Wirklichkeit und ist bei genauer Betrachtung gar nicht so kurios.

Der ca. 8 Meter lange, 10 Tonnen schwere und etwa 1 Jahr alte Buckelwal lag 15 Meter vom Ufer entfernt. Also nicht mitten im Dschungel. So geht man mit größter Wahrscheinlichkeit davon aus, dass dieses junge Kalb den Anschluss zu seiner Mutter verloren hat und sich in den vielen Flüssen verirrte und durch stürmische Verhältnisse an Land gespült wurde.

Wer nun geglaubt hatte, das Mr. Spock, mit der U.S.S. Enterprise aufgetaucht ist und wie in Star Trek IV Buckelwale versucht hat zu beamen, der wird enttäuscht sein ...


Ergebnis: 100% Real!






Unbekanntes Tier aus Afrika Safari



Unbekanntes Tier aus Afrika Safari

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Dieses Foto soll während einer Safari in Afrika in den 30er Jahren 1932 geschossen worden sein. Es zeigt ein unbekanntes, nicht spezifizierbares Säugetier im Sprint. Es schaut aus, als hätte es einen Vogel ähnlichen Kopf mit einem Schnabel.

Die Frage, die sich stellt, ist natürlich: Was ist das für ein Tier?

Falls das Foto tatsächlich ein Fake ist, dann ist dieser extrem gut gemacht. Aufgrund der Qualität lässt sich nicht auf Anhieb sagen, ob es sich um eine Fälschung oder um ein echtes Foto handelt. Zum Bedauern ist auch der Uploader nicht mehr ausfindig zu machen. Das Foto stammt aus einem Screenshot eines Videos.

Sollte es der Wirklichkeit entsprechen, dann weißt es starke Ähnlichkeiten mit einem Chilgatherium auf, die tatsächlich auch in Afrika gelebt haben. Die Betonung liegt auf "haben", denn diese gelten sei. 27 Millionen Jahren ausgestorben.




Eigentlich dürfte es als ziemlich unwahrscheinlich gelten, dass eine kleine Population überlebt und sich weiter entwickelt hat. Selbst, wenn dieses Bild den letzten seiner Art zeigen würde. Zweifelsfrei, möglich wäre es, aber ohne Beweis bleibt die Frage kritisch in Bezug auf die Echtheit.


Ergebnis:  unaufgeklärt (vermutlich Fake)




Unheimliche Sekte auf der Landstraße



Unheimliche Sekte auf der Landstraße

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Genauer handelt es sich um ein kurzes Video von einer anonymen Person, die in England im Mai 2006 mit dem Auto auf einer Landstraße unterwegs war. Dank der Dashcam, konnte so ein sehr mysteriöses wie unheimliches Geschehen aufgezeichnet werden.  Kurz nach Mitternacht entdecke der Fahrer auf der rechten Seite, mehrere Männer in schwarzen Anzügen und Aktenkoffer in der Hand, die sich nun gestört fühlten. Kurze Zeit später entzündet sich ein unheimliches Feuer im weiteren Verlauf der Straße und ein gruseliger Mann mit einer Geweihmaske trat hervor, als das Video abbrach ... Men in Black? Außerirdische Agenten? Eine okkulte Sekte?

Zugegeben, die Szenerie ist in der Tat ziemlich unheimlich und der Verdacht auf eine okkultistische Sekte wäre nicht so abwegig bei den vielen gestörten Subjekten dieser Zeit. Doch man kann auch hier Entwarnung geben!

Bei dem kurzen Video handelt es sich 100% um ein Fake, genauer um ein angefertigtes Promotion Video, das aus der Feder von Richard Ayoade stammt und für die britische Rockband "Radiohead" angefertigt wurde. Es ist das sechste Video, das im Rahmen einer originellen Werbekampagne viral ging. Quelle ist ein Instagram Post gewesen. Das Video ist für den Titel "Tinker Tailor Soldier Sailor Rich Man Poor Man Beggar Man Thief" bestimmt gewesen, aus dem Album "A Moon Shaped Pool".

Obwohl mehrere Medien bereits das Mysterium aufgeklärt haben, wird bis heute daran geglaubt, dass es sich um eine wirkliche Gegebenheit gehandelt hat und rätselt fröhlich weiter. - Fazit: Ein sehr gut gemachter Fake für Werbezwecke.




Ergebnis:  100% Fake!




Der Tortuga Panzer



Der Tortuga Panzer

Aus dem Bereich Kuriositäten und interessantes für zwischendurch ...

Der Tortuga Panzer wird oft als Prototyp der Wehrmacht zugeschrieben, da man glaubt Ähnlichkeiten, zum Sturmpanzerwagen A7V zu entdecken. Dieses ist aber definitiv falsch. Der A7V war bereits im 1. Weltkrieg im Einsatz. Allerdings gab es nur 20 Stück und daher gehört auch dieser sicherlich zu den Militärkuriositäten. 

Das Foto zeigt den Tortuga Panzer, der 1934 getestet wurde. Es ist der erste Panzer aus Venezuela, der allerdings nie im Einsatz war und lediglich als Einschüchterung gegen Kolumbien seinen Dienst erfüllte. Der Tortuga war im Prinzip nur eine angefertigte Stahlhülle um einen Ford befestigt.

Dienstag, 2. April 2019

Der Laptop im antiken Griechenland



Der Laptop im antiken Griechenland

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Dass dieses Foto echt ist, daran gibt es keinen Zweifel, die Frage ist nur, was stellt das Motiv dar? So ging um 2007 eine Theorie viral, die vermutet, dass bei diesem Bild aus dem antiken Griechenland eine Frau zu sehen ist, die ein Laptop bedient oder sogar die eingebaute Web Cam oben mit ihren Fingern zuhält. Sicher ist man sich wohl, dass dieses Modell bereits einen Touchscreen besitzt.

Das es sich dabei um einen Laptop und nicht wie die wissenschaftliche Erklärung um eine Schmuckschatulle oder gar Wachstafel handelt, erklärt man sich durch die Größe und vor allem an den USB Anschlüssen an der Seite.

Unterstützung bekommt die Theorie von der Präastronautik, die davon ausgeht, dass gerade die alten Griechen nur über technisches Equipment mit ihren Astronauten Götter in Kontakt treten konnten, und dass dieses Artefakt ein Indiz dafür ist.

Runde USB Buchsen?  Wohl eher nicht!

Bei dieser Reliefskulptur handelt es sich um eine Stele, die als Grabstein diente und tatsächlich aus dem antiken Griechenland stammt und auch ca. 100 Jahre vor Chr. datiert wird. Sie steht im J. Paul Getty Museum in Malibu, Kalifornien (USA) und kann dort genauer betrachtet werden. Sie trägt den Namen: "Grave Naiskos" und stellt eine Adelsfrau und ihren Diener dar. Bei der Szene handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine Schmuckschatulle für ein Collier.



Also leider nichts mit einem alten Artefakt, das außerirdische Besucher beweisen kann.


Ergebnis:  100% Fake!




Der afrikanische Bubal Stamm ...



Der afrikanische Bubal Stamm ...

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Bei dem Foto, das wohl Mitte der 20er Jahre entstanden ist, soll es sich um den legendären afrikanischen Bubal Stamm handeln, der zwischen Kenia und Somalia mit ihren Rindern beheimatet ist. Sie Leben von der jagt und der Landwirtschaft. Das besondere an diesem faszinierenden Naturvolk, dürfte ihr Ernährungskonzept sein. Sie sind auf der Welt das einzige Volk, das diese spezielle Ernährung für sich beansprucht.

So ernähren sich die Jungen bereits im Kindesalter, bis zum Erwachsenenalter fast ausschließlich vom Menstruationsblut ihrer Rinder, da diese als heilig gelten und aus ihnen tapfere Krieger macht. Dieses Ritual endet erst, wenn sie verheiratet werden. Bereits in der Pubertät zeigen sich äußere Veränderungen. So wächst bei fast allen Kriegern der Hoden zu einer gigantischen Größe von bis zu 90 cm, was besonders die jungen Stammesfrauen begeistert. Ein weiteres positives Kriterium des Ernährungskonzeptes ist der Schutz vor schlimmen Krankheiten wie Anämie, die in der Region weit verbreitet sind.

Italienische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Verzehr vom Menstruationsblut der heiligen Rinder, deshalb positive Veränderungen hervorruft, weil in diesem viel Vitamin  B6, B12, E und D ist. Außerdem reich an Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalzium und Kalium ist. Fasziniert sind die Wissenschaftler auch über die unbeeinträchtigte Fortpflanzungsfunktion durch die gewachsenen Riesenhoden, so zeigten Studien, dass die Männer eher potenter waren, als andere Männer auf der Welt im selben Alter, die sich nicht von den heiligen Rindern nähren.

... Die Geschichte in Kurzform zusammengefasst, die auf diversen Blogs so und noch weiter ausgeschmückt zu lesen ist. Kern ist also ein Ernährungskonzept eines Stammes, das als Nebenwirkung riesige Hoden wachsen lässt, eine Potenzsteigerung hervorruft und vor Krankheiten schützt.

Die Frage, die sich nun stellt, kann so etwas möglich sein?

Beginnen wir mal mit der Geschichte des Bubal Stammes selbst, der zwischen Kenia und Somalia beheimatet sein soll. Allein hier wird es schon kompliziert, in dem man eine Existenz überhaupt nachweisen kann, denn diese scheint es in der europäischen Schreibweise nicht zu geben. Dass, was es gibt, sind kleinere Nomadenstämme, die als Bubals bezeichnet werden könnten, da sie die nordafrikanische Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus) hüten.

Auch ist historisch in dieser Region nichts dergleichen bekannt über derartige Ernährungskonzepte im Zusammenhang mit dessen Folgen.

Lediglich die ostafrikanischen Massai, sind bekannt, dass sie in geringen Mengen frisches Blut ihrer Rinder trinken, da dieses als Wohlstand angesehen wird und mit Milch gemischt, als Energiedrink dient. Vereinzelt existieren noch andere primitive Stämme, die Tierblut zu rituellen Zwecken missbrauchen oder sich mit Rinderurin die Haare Färben.

Wie schon vermutet ist die gesamte Geschichte Anfang der 2000er erfunden worden und ging nach dem falschen Artikel in der Express Gazeta vom 18.11.2004 viral und verbreitete sich so. Mal mehr mal weniger ausgeschmückt.

Die tatsächliche Geschichte hinter dem Foto:
Diese Anomalie hat einen medizinischen Hintergrund, der auf den Namen "Elephantiasis" hört und ein tropisches Krankheitsbild ist. Die Krankheit wird über afrikanische / tropische Stechmücken übertragen.

Man mag also diesen zurückgebliebenen primitiv Menschen viele befremdliche Praktiken zutrauen, doch diese Geschichte ist definitiv ein Internet Hoax.  


Ergebnis:  100% Fake! (Foto Real, Story Fake)




Montag, 1. April 2019

1211: Das mysteriöse Luftschiff von Cloera



1211: Das mysteriöse Luftschiff von Cloera

Die Creepypasta dahinter:
Im Jahre 1211 soll sich laut schriftlicher Aufzeichnungen in einer kleinen Gemeinde in Irland, die früher auf den Namen Cloera oder auch Cloena gehört hat, etwas sehr mysteriöses ereignet haben. Cloera liegt am Fluss Shannon und die frühere Gemeinde hört heute auf den Namen Clonmacnoise, Klosters Clonmacnoise. Hier geht der Dank an den Berliner Historiker Dr. Jörg Dendl, der in seiner Arbeit den Ort identifiziert hatte.

Das mysteriöse Ereignis ereignete sich im Jahr 1211 an einem ganz normalen Sonntag Vormittag, wo die Gemeindemitglieder am Gottesdienst in der Kirche teilnahmen. Plötzlich erschraken die Gläubigen, als etwas Lautes an der Holztür krachte. Als sie gemeinsam aus der Kirche gingen, um nachzusehen, was für den Krach verantwortlich war, trauten sie ihren Augen kaum. Oberhalb der schweren Holztür der Kirche hatte sich ein Anker verfangen, der an einem Tau befestigt war, der in die Luft aufstieg. Als sie nach oben blickten, um das Ende des Taus zu suchen, sahen sie ein riesiges Schiff, das in der Luft stand. Um dieses Luftschiff herum soll es geschimmert haben, wie Wasser das reflektierte. Auch entdeckten sie einen kleinen Matrosen, der das Taus hinab kletterte um den Anker, der immer noch verklemmt war zu befreien. Als die Dorfgemeinde den Matrosen fangen und zur Rede stellen wollten, schritt der Pfarrer hervor und befahl keine Hand an den fremden anzulegen.  Der Matrose kletterte wieder zurück und kappte von oben das Tau, sodass der Anker immer noch in der Tür klemmte. Das Luftschiff verschwand darauf in den Wolken und wurde von der Gemeinde seit dem nie wieder gesehen ...  

Diese Geschichte klingt wie eine mittelalterliche Dorflegende oder Märchen Erzählung. Doch soll sie sich historisch genau so zugetragen haben.

So gibt es authentische Chronisten aus dieser Zeit, die über diesen Vorfall berichteten.  So z.B. in der "A Social History of Ancient Ireland" aus dem Jahr 950. Oder der "Chronica Gaufredi" des Klosterpriors Geoffroi de Vigeois (1140-1184) und nicht zuletzt der dänischen "Konungs skuggsjá" dem Königsspiegel um 1250. Dieser Vorfall ist historisch also definitiv schriftlich dokumentiert.

So unglaublich es klingen mag, doch dieser mysteriöse Vorfall ist historisch nicht der Einzige. So gibt es einige historische Ereignisse, die genau die Umstände beschreiben, wo es immer um ein Luftschiff ging und eine Kirche.

Das Klosters Clonmacnoise, das im Jahre 548 n. Chr. von Mönch Ciaran gebaut wurde, beziehungsweise die Ruinen kann man heute noch besuchen und sind für Touristen, die in Irland unterwegs sind ein beliebtes Ausflugsziel. Leider ist der Anker in den vielen Jahren verloren gegangen, sodass lediglich die schriftlich hinterlassenen Stadtchroniken den Vorfall bezeugen können.

Die Fragen, die heute natürlich aufkommen und die Wissenschaft vor Rätseln stellen sind:

- Entsprechen die Aufzeichnungen von damals der Realität?
- Was war das für ein Luftschiff und was wollte es?

Hypothesen:


  • Die Dorfgemeinschaft befand sich zu dem Zeitpunkt versehentlich oder absichtlich in einem kollektiven Rauschzustand, der eine Bewusstseinserweiterung und Halluzinationen hervor rief. Zum Beispiel durch verdorbenes Essen, oder Brunnenwasser, zu dem jeder Zugang hatte. Auch möglich wäre eine psychologisch zu erklärende Massenhysterie. - Galt diese Theorie lange als wahrscheinlich, konnte diese letztendlich widerlegt werden, da voneinander unabhängig, gleiche historische Ereignisse mit einem Luftschiff stattgefunden haben.


  • Die Chronisten / Geschichtsschreiber erlaubten sich einen Scherz und die Geschichte ist frei erfunden...  Also eine Bildzeitung des Mittelalters, doch kann auch dieses ausgeschlossen werden, da erstens die Chronisten dieser Zeitepoche als absolut seriös galten und derart Scherze, das Leben hätte kosten können. Auch hier gilt, dass es der Zufall nicht sein kann, da voneinander unabhängig historische Vorfälle mit Luftschiffen verzeichnet wurden.


  • Ein Indiz für außerirdische Besucher / Prä-Astronautik.  Diese Hypothese geht davon aus, dass die Dorfbewohner Kontakt mit Außerirdischen hatten. Dagegen spricht die schlichte Technologie, die wesentlich futuristischer und komplexer sein müsste. Außerirdische gebrauchen sicher kein Tau und kein Anker in ihrer Ausrüstung und selbst sollte es eine Tarnung oder gar nur ein projiziertes Hologramm gewesen sein, würde diese nicht zutreffen.


  • Zeitreisende,  Dimensionsspringer,  Fehler in der Matrix oder Besucher aus einer Parallelwelt, die versehentlich durch eine Raum-Zeitverschiebung oder technischen Defekt in einer falschen Zeit / Dimension aufgetaucht sind. - Möglich aber ziemlich unwahrscheinlich.


  • Gott, Engel Himmelswesen. Ein himmlisches Ereignis im religiösen Sinne ...  Wohl auch eher unwahrscheinlich.

Mein persönlicher Vorschlag:
Nun, wo vieles eigentlich auszuschließen ist, bleibt trotzdem noch eine Hypothese übrig, die erstaunlicherweise in diesem Kontext nur wenig Zuspruch erhält, wobei sie meiner Meinung nach am wahrscheinlichsten ist.


  • "Der Erfindergeist" ... Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es auch 1211 hungrige und mutige Ingenieure gab, Erfinder, Denker und Techniker, die stets hungrig nach Fortschritt sind. Halt Fantasten, Visionäre wie Einzelgänger für die nichts unmöglich ist und nichts auslassen zu probieren. So denke ich an Platons Ideenlehre und Ideenreich, alles, was es gibt, also auch Luftschiffe muss vorher schon existiert haben. So sagt es die Philosophie und daher gilt, die Idee zum Zeppelin muss 1670 nicht Francesco Lana Terzi "allein" und als Erster gehabt haben. Durchaus möglich, dass schon davor die Idee bestand und sogar umgesetzt wurde. Historisch gesehen wäre dies kein Einzelfall, so braucht man nur an den Mechanismus von Antikythera zu denken, der wesentlich früher existiert hat und komplexer war als ein Zeppelin.


Ergebnis: unaufgeklärt (vermutlich Zeppelin)


Bild dient als Symbolbild. Quelle: Künstler Jaroslaw Jasnikowski. es empfiehlt sich seine Seite zu besuchen. Es sind sehr gelungene Werke dabei.