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Donnerstag, 21. März 2019

Angikuni Lake: Das verschwundene Eskimo Dorf



Angikuni Lake: Das verschwundene Eskimo Dorf

Die Creepypasta dahinter:
Beim Angikuni Lake und das verschwundene Eskimo Dorf, handelt es sich um einen rätselhaften Vorfall, der sich im November 1930 im Nordosten Kanadas in der Kivalliq Region im Territorium Nunavut, das an Grönland grenzt ereignet hat. Hier liegt der Angikuni See und an dessen Ufer gab es ein kleines Inuiten Dorf, das spurlos verschwunden ist.

Die Inuits  sind eine indigene Volksgruppe, die in Nordosten von Kanada, Alaska und auf Grönland leben. Umgangssprachlich nennt man sie auch Eskimos, die tatsächlich auch die Iglu Schneehaus Baukunst beherrschen und in extremer Kälte und Witterung sich zu helfen wissen. Vor den 30er Jahren galten sie noch als Nomaden Volk. Seit den 60er Jahren sind sie aber in ihrem Territorium sesshaft geworden. Sie leben hauptsächlich aus der Natur vom Fischfang und pflegen ihre eigene Kultur und Bräuche.

Ein gewisser Joe Labelle, ein Trapper, der im Dorf ein bekannter Fellhändler war, machte sich durch den Schneesturm im November 1930 auf, um zu seinen geschätzten Inuit Freunden zu gelangen, mit denen er eine freundschaftliche Handelsbeziehung pflegte, aber auch den einen oder anderen Fischspieß vom Lagerfeuer zusammen verspeiste. Als er in der frühen Morgendämmerung endlich ankam, wunderte er sich, da es extrem ruhig war, was ungewöhnlich war. Um diese Zeit sollten eigentlich die Männer sich für die Jagd vorbereiten, die Kinder vor den Hütten spielen usw. Es war aber extrem ruhig, wie als ob alle noch schliefen. Auch lautes Rufen brachte nichts, sodass Joe Labelle beschloss, die Hütten zu durchsuchen. Nichts! Von den dort ca. 200 lebenden Eskimos war kein Einziger mehr im Dorf anwesend. So ging er davon aus, dass etwas nicht stimmte und eilte zurück, um die Royal Canadian Mounted Police zu alarmieren.

Zusammen inspizierte man das verlassene Dorf jetzt genauer und durchsuchte jede einzelne Hütte und Arbeitsplatz. Das Verwunderliche war, das alles stehen und liegen gelassen wurde. Halb ausgetrunkene Gläser, angefangene Handwerksarbeiten auf den Tischen. Gewehre vor den Türen, ohne die man sich nie entfernt hätte. Über den Feuerstellen hingen noch völlig verkohlte Fische und das Brennholz lag unverräumt nicht abgedeckt am Brennplatz. Das Schockierendste, die sieben Huskys Schlittenhunde, die am Baum angeleint waren, sie waren völlig ausgehungert und erfroren. So war man sich schnell einig, dass etwas Furchtbares geschehen sein muss, was die Eskimos aus dem Dorf veranlasst hat, in aller Eile fluchtartig das Dorf zu verlassen. Noch unheimlicher und mysteriöser wurde es, als man etwas abseits beim Friedhof ankam und sah, wie alle Gräber geöffnet waren und keine Leiche mehr vorzufinden war.

Sofort stellte man eine große Suchmannschaft zusammen, die nicht nur zu Fuß, sondern auch aus der Luft mit zwei Flugzeugen zum Einsatz kamen, um nach den verschwundenen Eskimos zu suchen.  Doch die dreitägige Suche brachte keinen Erfolg. Die Eskimos blieben wie in Luft aufgelöst verschwunden.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Angikuni Sees, siedelte ebenfalls eine kleinere Gruppe Eskimos, die berichteten das vor einiger Zeit eines Nachts blau schimmernde Wesen / Gottheiten vom Himmel kamen und mehrere Nächte über dem See schwebten, aus Furcht hatte man sich in den Iglus und Hütten verbarrikadiert. Die Polizei und die Leiter des Suchtrupps sahen darin aber keine Verbindung zum Verschwinden der 200 Dorfbewohner.

Natürlich bekamen nur wenige Tage danach auch die Medien den Vorfall mit und berichten darüber. Nach weiteren Suchaktionen, die teils auch privat stattfanden, schloss man die polizeiliche Akte mit dem Vermerk "ungelöst".  Erst in den 80er Jahren wurde man wieder auf den Vorfall aufmerksam, sodass sich nun auch Ufologen zu Wort meldeten und davon überzeugt waren, dass Außerirdische die Eskimos entführt haben und auf ihren Heimatplaneten brachten.

Bis heute ist dieser Vorfall ungeklärt ...

Was für eine mysteriöse Geschichte doch entspringt sie der Wirklichkeit?

Wohl eher nicht!

Die wirkliche Geschichte dahinter:
Die wohl erste Erwähnung, die den Vorfall beschreibt, dürfte eine Tageszeitung sein, und zwar die The Danville Register & Bee , die am 27. November 1930 erschienen ist. Hier findet man einen Artikel aus der Feder des Journalisten Emmett E. Kelleher, der den Vorfall um das mysteriöse Verschwinden des Eskimo Dorfs beschrieb.


Mit der Verbreitung des Internets wurde die Geschichte immer weiter ausgeschmückt und die verrücktesten Erklärungsversuche und Theorien machten die Runde.  Letztendlich kontaktierten Skeptiker Historiker und andere Experten und gingen dem Fall erneut auf die Spur. Befragungen und Recherche haben ergeben, dass bei der Royal Canadian Mounted Police kein Fall dieser Art bekannt ist, es keine Akte gibt, auch nie ein Suchtrupp in das Gebiet gestartet ist, keine Flugzeuge im Einsatz waren und sich auch kein Trapper Namens Joe Labelle gemeldet hatte. So befragte man die noch lebenden Nachfahren und sichtete alle Fallakten und Dokumente aus der Zeit, mit dem Ergebnis kein Eintrag. Auch rekonstruierten Historiker und Experten die beschriebenen Umstände und kamen zum Schluss, dass auch diese absolut unwahrscheinlich sind.

Zu guter Letzt führte die Recherche zu keinem weiteren Ergebnis und als Quelle und Urheber der Geschichte bleibt lediglich Emmett E. Kelleher, der für seine Creepypasta Geschichten seiner Zeit bekannt war und öfters mysteriöse Berichte verfasste, die allgemein mit einem Augenzwinkern gelesen werde.

Fazit: Das Einzige, was an dieser Geschichte der Wirklichkeit entspricht, dass die ca. 30 älteren Eskimos ganz unspektakulär ihr temporäres Lager, das für die Jagd benutzt wurde, wieder geräumt haben und weiter gezogen sind. Keine toten Hunde am Baumstumpf, keine geklauten Leichen aus dem Eisboden und auch keine UFO´s, noch nicht mal feste Häuser, da eben nur ein temporäres Lager, wie es typisch ist für die Inuits  wenn sie auf Jagdtour unterwegs sind.

So sind auch alle Fotos falsch, die im Internet kursieren und angeblich das Dorf zeigen sollen. Denn der Ursprung liegt hier bei Aufnahmen von Edward S. Curtis im Jahr 1929 die eine Yupik Tierunterkunft in Hooper Bay, Alaska zeigen. Oder ebenfalls von Edward S. Curtis 1927 aufgenommenes Foto von einem Iñupiaq Dorf in King Island, Alaska. Also alles Bilder, die nichts mit der angeblichen Geschichte zu tun haben.

Kurz um, die ganze Geschichte ist nichts weiter als ein Hoax, eine fiktive Geschichte eines Sensationsjournalisten, der mit Creepypastas seine Brötchen verdient hat.



Ergebnis: 100% Fake!







Dienstag, 19. März 2019

Der Vorfall in Ong's Hat



Der Vorfall in Ong's Hat

Die Creepypasta dahinter:

Der Vorfall geschah in einem sprichwörtlichen Geisterdorf in der Pemberton Township Gemeinde, in Burlington County im Bundesstaat New Jersey (USA). In dieser Gemeinde befindet sich etwas abseits in den Wäldern, die Reste eines verlassenen Dorfes, das den Namen "Ong´s Hat" trägt. Von dem vermeintlichen Dorf, in dem sich der Vorfall ereignet hat, steht heute allerdings nur noch eine zugewucherte Ruine einer alten Hütte. Zugänglich nur durch einen Trampelpfad am nördlichen Ende des Batona Trail.

Laut Henry Charlton Beck (26 Mai 1902 - 16 Jan 1965) aus New Jersey, der als Autor und Chronist tätig war, war Ong´s Hat um 1860 eine lebhafte Stadt, die als Ankerzentrum bezeichnet werden konnte und viele Besucher und Durchreisende aus der nahen Umgebung anzog. Nicht zuletzt da es große Vorräte an Rum und Whisky gab. Auch wurden historisch hier die ersten Alkohol Schmuggler verhaftet.

Nach der ersten goldenen Welle der industriellen Revolution zogen viele in neue Häuser um oder direkt nach New York, das sich als Metropole entwickelte. So wurde Ong´s Hat aus einer Kleinstadt zu einem kleinen Dorf, in dem nur wenige Menschen lebten. In den 20er Jahren sollen nur noch 7 Menschen dort einen festen Wohnsitz gehabt haben. Die Letzten registrierten, die zugezogen waren, war ein polnisches Ehepaar, die Chininiskis hießen.

1936 war Ong´s Hat vollkommen verlassen und verwildert. So existierte es zwar noch auf der Karte, doch außer ein Schuppen und ein paar Ruinen auf einer Lichtung war nichts mehr übrig. Jäger fanden hier als letzten Bewohner ein weibliches Skelett, von dem man vermutete, dass es sich bei der Verstorbenen, um Frau Chininiski handeln könnte. Sheriff Ellis Parker konnte jedoch nie, das Skelett identifizieren, sodass die Tote bis heute unbekannt blieb.

1961 lebte noch ein Getreidebauer aus Chicago nahe der Geisterstadt. Eli Freed, der mit seinem 79 Jahren dann aber auch verschwand und in eine Seniorenresidenz nach New York zog.

1972 besaß ein Wali Ford ein größeres Stück Land, das an Ong´s Hat grenzte. Dieser war ein spirituell suchender Globetrotter, der in den verschiedensten Ländern seine religiöse Erfüllung suchte. Diese hat er Anfang der 70er in der nordafrikanischen Religion, der Maurisch- Orthodoxen Kirche wohl gefunden und eröffnete auf seinem Land ein Ashram, das wie typisch zu dieser Zeit einer Hippie Kommune gleichkam. Diese hatte guten Zulauf und bestand größtenteils aus Anhängern, die irgendwie auf Sinnsuche waren, freie Liebe und freien Sex zelebrieren wollten und zudem auch ungehemmt die einen oder anderen Drogen Exzesse durchleben wollten.

Ein kleiner Teil der Anhänger des Ashrams nutzten die ungestörte Ruhe und abgelegene Gegend, um wissenschaftlich zu arbeiten und Experimente durchzuführen. Unter ihnen waren auch zwei Junge Studenten aus der Princeton University, die an der Chaos Theorie forschten wie auch an einem Projekt zur Einschränkung der menschlichen Sinneswahrnehmungen.

So ist es dieser kleinen wissenschaftlich arbeitenden Gruppe wohl gelungen, eine Apparatur zu konstruieren, die gleichzeitig dafür sorgt, dass alle Sinneswahrnehmungen für einen kurzen Moment vollständig deaktiviert werden. So fand sich auch schnell einen Freiwilligen, der sich sofort bereit erklärte einen wissenschaftlichen Dienst zu erweisen, um so dafür zu sorgen, dass diese Apparatur, die man "The Egg" nannte, da sie Ähnlichkeiten mit einem Ei hatte aus der experimentellen Forschung raus kommt.  

Der Test verlief allerdings etwas anders als erwartet. Denn die Testperson löste sich samt der Apparatur nach der Inbetriebnahme wie in Luft auf. Nach wenigen Sekunden aber materialisierte sie sich wieder. Was der Anwender berichtete, konnte man erst kaum glauben. So befand er sich für wenige Sekunden zwar am gleichen Ort, jedoch war dieser völlig anders. Anders im Sinne von "naturbelassen" wie er ihn verglich.

Nach dem man sich selbst davon überzeugte und weitere Experimente durchführte, war man sich sicher, dass es offensichtlich durch Zufall gelungen ist, einen Zugang in eine Parallelwelt zu öffnen.

Bedauerlicherweise kamen die Behörden dem Treiben in dem Ashram auf die Schliche und so rückten eines Morgens Polizisten und Militärpolizei an und stürmten das Gelände. Berichten zufolge, haben sich aber alle Anhänger der Ashram Gemeinschaft um Wali Ford über die Apparatur abgesetzt. Lediglich vier leicht bekleidete, nicht mehr so ganz nüchterne Personen traf man im Labor, wo die Ei Apparatur stand an.

Alle anderen gelten bis heute als spurlos verschwunden ... Verbleib unbekannt!

WTF! Was für eine Geschichte! Also wenn der Vorfall sich so tatsächlich ereignet hat, dann ist das nicht nur Mega interessant, sondern mal ein ganz dickes Brett für die Wissenschaft.

Aber wie so oft tritt schon bald Ernüchterung ein, wenn man der Sache mal etwas tiefer auf den Grund geht ...

So sollte man die Geschichte vorab in zwei Teile aufteilen. Zu einem in den historischen, zum anderen in den Fantastischen.

Der historische Teil:
Hier sollte man noch mal Henry Charlton Beck nennen und im Kontext einen interessanten Brief, der in der New York Times veröffentlicht wurde. Dieser stammt von einem Nachfahren der Familie Ong, der die von Henry Charlton Beck behaupteten Sachverhalte in der Chronik von "Ong´s Hat" korrigieren wollte. Ong´s Hat" war nie eine Stadt, noch nicht mal ein Dorf, sondern lediglich eine Hütte, die man um 1610 rum gebaut hatte, als Übernachtungsmöglichkeit, als die Familie Ong aus Little Egg Harbor ihre Handelsbeziehungen mit den Nachbargemeinden nachging.

Beck schmückte in seinem Buch "Forgotten Towns of Southern New Jersey" Ong´s Hat gewaltig aus. Doch da er ehrlich war, bestätigte er noch vor seinem Tod, dass er im Schreibfluss übertrieben hatte und aus der Chronik eher ein Märchen wurde.

Somit steht definitiv historisch fest, das Ong´s Hat lediglich aus einer "Hütte" bestand. Alle weiteren im Buch erwähnten historischen Sachverhalte sind fiktiv, wie der Autor später selbst zugegeben hatte.

Der fantastische Teil:
Hier wird es etwas schwammig, aber doch rekonstruierbar. Demnach besteht die Geschichte, Legende um das mysteriöse Ong´s Hat schon länger als es das Internet gibt, aber dennoch kann man sie als Urgestein der Creepypastas bezeichnen.

Die Wirklichkeit war ein Mediales Experiment, im Rahmen von einem klassischen Transmedia-Storytelling zu Forschungszwecken. Grundlage war also eine  Collaborative Fiction, die das Fundament Ong´s Hat besaß. Joseph Matheny aus Illinois, der als Transmedia Künstler und Autor arbeitet, deckte den Mythos und Hoax, der ein Vorläufer der klassischen Crepypasta war schließlich auf.

Eigentlich sollte die Sache somit vom Tisch sein und die Wirklichkeit ersichtlich, wenn da nicht die unbelehrbaren wären, die nun behaupten, das Matheny und auch andere von der Regierung gezwungen werden, den Vorfall durch eine Falschbehauptung zu vertuschen. Nun ja, selbst hier spricht die Wahrscheinlichkeit eine andere Sprache.

So kursiert bis heute die Geschichte um Ong´s Hat im Netz umher und wird immer weiter ausgeschmückt und ergänzt. Experiment geglückt könnte man somit sagen.

Fazit: Es kann durchaus möglich sein, das es irgendwo Portale zu anderen Dimensionen oder Parallelwelten gibt, aber dieses "Ei" aus Ong´s Hat war definitiv keins.


Ergebnis:  100% Fake!















Samstag, 16. März 2019

Die grünen Kinder von Woolpit



Die grünen Kinder von Woolpit

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Eigentlich hat man es hier weniger mit einem Foto zu tun, sondern eher mit einem gemalten Bild, das einen sehr merkwürdigen historischen Vorfall beschreiben soll, der heutzutage als Legende abgetan wird. Somit hat man es hier nun mit einem Bild und einer vermeintlichen Legende zu tun, die auf dem Prüfstand und Analyseteppich steht.

In dem mysteriösen Vorfall geht es um zwei durch Zufall gefundene "grünhäutige" Kinder, die wie es offensichtlich scheint, nicht aus dieser Welt / Zeit stammten.

Ort des Geschehens ist ein kleines Dörfchen nahe Woolpit, in der englischen Grafschaft Suffolk zwischen den Städten Bury St. Edmunds und Stowmarket England.

Zur Erntezeit zur Regierungszeit von König Stephen (1135–1154) fanden Feldarbeiter, die am frühen Morgen raus aufs Feld wollten in einer Wolfsgrube zwei unbekannte seltsam aussehende Kinder, vor denen man sich anfangs fürchtete, nach kurzer Zeit aber das Interesse weckten.  Es war ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen, das etwas älter zu sein schien. Es waren, wie sich herausstellte Geschwister. Doch das Besondere an ihnen war, das sie eine grüne Hautfarbe hatten, eine unbekannte Sprache sprachen und Kleidung trugen, die man zuvor noch nie gesehen hatte. Etwas verwundert aber entschlossen, brachte man sie ins Dorf und Sir Richard de Calne von Wykes nahm die beiden vorübergehend ins Familienhaus auf.

Für die ersten paar Tage gab es neben den Kommunikationsschwierigkeiten auch Probleme mit dem Essen, denn die beiden Kinder, verweigerten alles Gekochte, bis sie eine Vorliebe für Ackerbohne (Vicia faba) entwickelten. Nach und nach passten sie sich an und gewöhnten sich ans Dorfleben. Mit der Zeit verblasste die grüne Hautfarbe. Nach der Taufe wurde der Junge schwer krank und verstarb nur wenige Tage danach.

Mit der Zeit beherrschte das Mädchen immer besser die englische Sprache und konnte die Fragen immer besser beantworten. Demnach kamen die beiden aus einem Land, in dem es fast immer dunkel ist und nur selten die Sonne scheint. Das Land, aus dem sie kommen heißt, St. Martin's Land und ist ihre Heimat, in der sie geboren wurden. Dort hatten alle Menschen eine grüne Hautfarbe. Wie sie ins Dorf nahe Woolpit gekommen sind, konnten sie sich selbst nicht erklären. Sie waren gerade dabei die Rinder ihres Vaters zusammen zutreiben, die gerade dabei waren in eine Höhle zu laufen. Als sie selbst in die Höhle gingen, hörten sie ein lautes Geräusch und fanden sich plötzlich in der Wolfsgrube wieder. Sie dachten erst beide, dass sie sich verirrt hatten.

Als das Mädchen alt genug war, wurde sie im Haushalt von Sir Richard de Calne als Bedienstete tätig, wo sie einige Jahre arbeitete. In dieser Zeit hatte sie einen Mann aus King's Lynn geheiratet.

Laut Duncan Lunan geboren im Oktober 1945 (Astronom und Autor) aus Schottland, der den Vorfall untersuchte, kam zum Schluss, dass das Mädchen "Agnes" genannt wurde und einen königlichen Beamten namens Richard Barre ( ca. 1130 - ca. 1202) heiratete. Dieses leitete er aus der Familien Chronik von Sir Richard de Calne ab.

Was für eine mysteriöse Geschichte!

Eigentlich liest sie sich, wie aus einem Science-Fiction Roman entsprungen.  Doch dieses tut sie definitiv nicht, denn prüft man den Ursprung der Geschichte, wird man feststellen, dass diese tatsächlich in den englischen Chroniken vermerkt ist. Verfasst von Personen, die ihrer Zeit bis heute als absolut seriös und anerkannt gelten. Also keine Spinner, Fantasten oder Wichtigtuer, sondern Personen den man absolut vertrauen konnte.


  • William of Newburgh (* etwa 1136; † etwa 1198) war ein englischer Regularkanoniker und Autor, der die "Historia rerum Anglicarum" (englische Geschichte zwischen 1066 und 1198) verfasste.


  • Radulph von Coggeshall war ein englischer Zisterzienser und Chronist.


  • William Camden (* 2. Mai 1551 - † 9. November 1623) war ein englischer Historiker.


  • Francis Godwin (* 1562  † nach 29. April 1633) war ein englischer Geistlicher und Schriftsteller wie Bischof von Llandaff und Hereford.



Aus diesem Aspekt, ist die Schublade "Legende" in der dieser Vorfall hierzulande einsortiert wird nicht wirklich treffend. Denn weder ist der Vorfall ein Volksmärchen, noch eine moderne Creepypasta, sondern ein Vorfall, der sich tatsächlich ereignet hat. Die Frage, die sich stellt, ist also jene, was der Ursprung, sprich das Fundament dieses Vorfalls ist. Der hier beschriebene Inhalt ist, der am wenigsten ausgeschmückte, sodass dieser der Tatsächlichkeit wohl am nächsten kommen sollte.

Denn noch bleiben viele Fragen offen und so gibt es fünf Ideen.


Erklärungsmöglichkeit:

Historisch:
Die Kinder stammten vermutlich aus Fornham St Martin, einer etwas weiter entfernten Nachbarsgemeinde, die an einer Hypochromen Anämie erkrankten, was die grünliche Haut erklären konnte. Die Amnesie ließe sich psychologisch erklären, durch die Gegebenheit der historischen Schlacht bei Fornham zu dieser Zeit, wonach die Kinder Flüchtlingskinder von flämischen Eltern waren.

Folklore:
Bei der gesamten Thematik handelt es sich lediglich um ein altes Märchen, eine Art Creepypasta, deren Ursprung unbekannt ist.

Außerirdisch:
Die Kinder sind durch einen technischen Defekt im Raumschiff oder Heimatplaneten versehentlich in die Wolfsgrube teleportiert worden, dessen Hypothese Duncan Lunan vertritt ...

Hohle Erde:  
Die Kinder haben in der Höhle versehentlich eine Störung im Kraftfeld erwischt, die den Mechanismus zur Oberwelt geöffnet hat. Auch wenn ziemlich schwammig, die Theorie, der holen Erde ist, historisch öfter erwähnt in untereinander unabhängigen Kulturen. Zumindest also nicht ganz abwegig.

Einnahme von Drogen:
Die Dorfeinwohner haben alle absichtlich oder versehentlich zu dieser Zeit psychotrope Substanz konsumiert die, die Psyche beeinflusst haben, es so zu halluzinogenen Schüben kam. Eventuell auch in Kombination mit einer hysterischen Ansteckung / Massenhysterie, die auch einzeln ohne Zufuhr von bewusstseinsverändernde Mittel aufgekommen ist. Auslöser könne der Bürgerkrieg zu dieser Zeit gewesen sein.


Fazit: Von diesen fünf dürfte die historische Theorie am wahrscheinlichsten sein, was nicht bedeutet, dass die Theorie der holen Erde gleich vorweg ausgeschlossen ist, solange es kein Gegenbeweis gibt, zählt sie als möglich. Die drei anderen sind eher auszuschließen.

Was genau nun vorgefallen ist und woher die zwei Kinder mit der grünen Hautfarbe nun kamen, kann bis dato nicht eindeutig geklärt werden und somit gilt dieser Vorfall als "ungeklärt".

Was man zu dem Bild sagen kann, das angeblich die zwei Kinder darstellt, kann man sagen, handelt es sich um ein Fake aus der Neuzeit, in dem man einfach einen grünen Filter auf die Gesichter mittels digitaler Bildbearbeitung legte.  Das Original Bild stammt von dem russischen Maler / Künstler "Konstantin Egorovič Makovskij"  (2. Juli 1839 - 30. September 1915).



Ergebnis: unaufgeklärt!









Sonntag, 10. März 2019

Der Leviathan


Der Leviathan

Der Leviathan ist ein mythologisches Seeungeheuer aus dem jüdisch-christlichen Glauben. Er ist eine Mischung aus einem Krokodil, Drache, Schlange und Wal und sein Reich ist der Ozean. Es gibt auch keine Population, sondern nur den einen, der selbst nicht sterben kann. Der Leviathan hat aber auch Helfer, so die Gegenstücke den "Behemoth" an Land und den "Ziz" in der Luft. Der Leviathan taucht öfters in der Bibel auf, so in den Büchern: Jesaja, Hiob und den Psalmen.

Ob der Leviathan tatsächlich real existiert ist eher unwahrscheinlich, zumindest von seinem religiösen Hintergrund her, dass es noch ein großes bisher unbekanntes Meerestier geben könnte, ist aber durchaus möglich, da der Ozean noch nicht vollständig erforscht wurde.


Ergebnis: ungeklärt



Samstag, 9. März 2019

Das russische Schlafexperiment


Das russische Schlafexperiment

In diesem Blogbeitrag nehmen wir uns wieder einmal ein vermeintlich merkwürdiges Foto vor, das auf einschlägigen Webseiten, gerne für Top Listen herhalten muss, die dann Titel tragen wie: "Die 10 verstörtesten Fotos aus dem Deepweb". Meistens auf Kanälen die auch Creepepastas im Repertoire haben und regelmäßig veröffentlichen und damit erstaunliche Klickzahlen generieren. So regt dieses Foto wie andere dieser Art auch, zu eifrigen Diskussionen in der Community an. Doch was ist dran an der Ablichtung ... Real oder Fake?

Zugegeben, das Foto schaut wirklich schaurig aus und die Tatsache, das es auf herkömmlichen Weg der Recherche keinen Urheber zu geben scheint, nicht einmal eine exakte Quelle, macht die Sache noch mysteriöser. Das Einzige, was mit diesem Foto assoziiert wird, ist die Erzählung vom russischen Schlafexperiment. Somit ist dieses Foto hier Aushängeschild für die Thematik, doch ist es Real oder Fake?

Die erzählte Story "Creepypasta"dahinter:Das russische Schlafexperiment hatte sich demnach um 1947 abgespielt, wo eine vom sowjetischen Militär beauftragte Gruppe von Wissenschaftlern insbesondere bestehend aus Medizinern und Chemikern, ein experimentelles Gas Experiment testen sollte. Der Test stand unter der Prämisse, Soldaten mithilfe experimenteller Medikamente übernatürliche Fähigkeiten zukommen zu lassen. Das größte Interesse richtete sich auf ein experimentelles Gas, das es ermöglichen sollte, die Müdigkeit zu überwinden, so über mehrere Tage wach zu bleiben und nebenbei auch nicht an Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit zu verlieren. Als unfreiwillige Probanden entschied man sich für 5 politische Gefangene aus dem 2. Weltkrieg, die ein erhöhtes Risiko für die Regierung darstellten.

Das Experiment sollte 30 Tage stattfinden, in einen extra dafür vorbereiteten Raum. Dieser war mit ca. 30 m² ausreichend groß und besaß unter anderem Bücher und unterhaltungsfördernde Mittel. Feldbett ähnliche, schlichte Liegen ohne Bettbezüge hatten sie zum Ruhen. Es gab fließend Wasser, Hygienemittel und eine Gemeinschaftstoilette. Als Verpflegung hatte man in einer kleinen Zubereitungsnische Trockennahrung deponiert, die locker für alle 5 Probanden ca. einen Monat gereicht hätten. Der Raum war hermetisch abgeriegelt. Eine Sauerstoffversorgung, die wichtig war, da das Gas in hoher Konzentration sich als toxisch tödlich herausstellte, wurde durch eine Installation sichergestellt. So gab es auch 5 Zoll dicke Sicht und Beobachtungsluken, um von außen beobachten zu können. Da man durch einen Fehler keine geeigneten Kameras installieren konnte, beschränkte man sich auf Mikrofone für die Audio Aufzeichnung.

Die ersten 5 Tage verliefen wohl gut. Die psychische Stimmung war positiv und optimistisch, da man allen versprochen hatte, sie nach dem Experiment in Freiheit zu entlassen. Ab den 4. Tag war zu bemerken, dass die Konversation der Testpersonen etwas rauer wurden. Thematisch ging es in den 5 Tagen neben allgemeinen Small Talk um den Austausch von traumatischen Erlebnissen, die man durchlebt hatte. Das Gas war schon jetzt ein voller Erfolg keine ersichtlichen Nebenwirkungen und alle Probanden waren wie gewünscht wach und voll konzentrationsfähig.

Zwischen den 5. und den 9. Tag schwankte die Stimmung und das Verhalten. So kam es bei einzelnen Testpersonen zu Paranoia, bei anderen zur Depression und zu Selbstschutz Maßnahmen, in dem man in die Mikrofone flüsterte und versuchte Sympathien, die zur Freilassung führen könnten, bei den betreuenden Wissenschaftlern zu wecken. So verriet man sich gegenseitig und machte sich selbst Verhaltensanschuldigungen.

Nach dem 9. Tag verschlimmerte sich das Verhalten. Einer schrie über ganze 3 Stunden, bis er nur noch krächzend verstummte. Ein anderer flüsterte unentwegt ins Mikrofon. Ein anderer schien in Trance und starrte mit weit geöffneten Augen an die Decke. Die Restlichen zwei zeigten aggressive Züge und rissen Seiten aus den Büchern und hantierten mit ihren eigenen Exkrementen.

Zwischen Tag 10 und 14 regten sich die Testpersonen nicht mehr. Sie wirkte wie Scheintod und nicht mehr in dieser Welt. Sie saßen jeder für sich alleine reglos da. Die Sauerstoffkontrolle ergab, dass alle 5 Probanden enorm viel an Sauerstoff verbrauchten, ob wohl sie sich nicht bewegten. Es war unheimlich sie lebend zu wissen, sich aber nicht regen zu sehen. Sie wirkten wie leblose Hüllen.

Am 14. Tag benutzten die Wissenschaftler erstmalig die Sprechanlage. Da sie in den Raum wollten, um die Mikrofone auf Funktion zu kontrollieren, da immer noch nicht das leiseste Geräusch zu hören war. Sie drohten, sofort das Feuer zu eröffne, wenn sie nicht ruhig sitzen bleiben würden, wenn sie den Raum betreten.  Als Antwort sagte einer der Testpersonen, es war der Älteste, das sie kein Interesse mehr haben in Freiheit gelassen zu werden. Das überraschte die Wissenschaftler natürlich.

Nach dem sich die Wissenschaftler berate hatten, entschied man sich am 15. Tag das Gas abzudrehen und den Raum mit Sauerstoff zu reinigen. Sofort regten sich die Testpersonen, fingen an zu schreien und protestierten, dass sie sofort wieder das Gas wollen. Als die bestellten Soldaten den Raum durch die Drucklufttür öffneten, um sie rauszuholen, machten sie einen furchtbaren Fund. Die Testpersonen sahen nicht mehr menschlich aus, sie waren abgemagert, bleich und völlig orientierungslos. Es waren nur noch 4 am Leben. Es roch verwest und faulig im Raum. Man hatte den Abfluss verstopft, so das knöchelhoch das Wasser stand. Aus den Verstorbenen hatte man Fleischstücke gerissen. Aber nicht nur das, die noch lebenden hatten auch alle mehr als ersichtliche Fleischverletzungen, die sie sich selbst zugefügt hatten. So hatte man an einzelnen Stellen sehen können, dass sie die Haut bis auf das Muskelgewebe abgerissen hatten. Teilweise sah man Knochen, die Gedärme und auch die Rippenbögen.

Die Soldaten trauten ihren Augen kaum, das diese 4 wie Zombies aussehende Gestalten tatsächlich noch am Leben waren. Doch beim Versuch die Probanden aus dem Raum zu holen eskalierte die Situation und man war auf das Folgende nicht ausreichend vorbereitet gewesen. So attackierten die Testpersonen die Soldaten und verletzten diese lebensbedrohlich. Das Ende war, das drei von fünf Soldaten an den zugefügten Verletzungen verstarben und einer von den Testobjekten ebenfalls fast tödliche Verletzungen an der Milz erlitt. Der schwer an der Milz verletzte wurde noch versucht medizinischen zu versorgen, doch als man ihn versucht, hat mit Morphin zu betäuben und ruhig zu stellen, erlag er im erbitterten Kampf sich zu wehren. Er war selbst 3 Minuten, nach dem sein Herz aufhörte zu schlagen, noch am Abwehren, bis er endlich zur letzten Ruhe fand. Die Restlichen drei wurden in ein nahe gelegenes militärisches Krankenhaus gebracht, das eine entsprechende Ausrüstung besaß, um die übrigen zu betreuen. Auch wusste man vonseiten der Wissenschaftler nicht, wie es so recht weiter gehen sollte.

Die Geschichte endet dann im Groben so, das die restlichen auch versucht wurden sich einer Operation zu unterziehen, dieses aber gewaltsam ablehnten.  Die Entscheidung lag jetzt zwischen Einschläfern oder zurück in die Kammer um zu sehen was noch passiert unter dem wachhaltenden Gas. Die Wissenschaftler wurden überstimmt und es ging zurück in die Kammer, allerdings hatte man vorher noch Tests durchführen können wie EEG usw. Hier war das Interessante, das irgendeine Kraft die Testpersonen am Leben hielt. Es war wie, ob sie von einem in den anderen Moment Hirntod waren und dann wieder voll am Leben. Auch die Sauerstoffkonzentration im Blut hatte dreifach so hohe Werte als wie bei einem normalen Menschen. Schließlich verstarben zwei Weitere an ihren Verletzungen. Die Soldaten bekamen die Order alle noch beteiligten zu töten und alle Unterlagen verschwinden zu lassen, als sei nie was gewesen. So schubsten sie die drei Wissenschaftler zu den letzten Überlebenden, wo von einer sofort reagierte und das Feuer eröffnete. Sie erschossen auch die letzte Testperson und flüchteten darauf hin.

Was für eine verrückte Geschichte. Sie klingt tatsächlich wie aus einem Horrorroman. Ob es diesen Vorfall wirklich gegeben hat und sich der Ablauf so ereignet, hat weiß keiner so genau. Daher zählt sie als Creepy Pasta, als Gruselgeschichte die am Leben gehalten wird, als moderne Art der Lagerfeuergeschichten aus den seligen 70er.

Rein von der Theorie her ist es aber möglich und sogar ziemlich wahrscheinlich. Es ist bekannt, das es bereits "Schlafexperimente" gab. Das ist offiziell bestätigt. Doch ob es wirklich so schaurig ereignet hat, ist zu bezweifeln. Man vermutet, dass ein bis dato anonymer User irgendwann die Geschichte ins Internet stellte und sie im Laufe der Jahre, nach dem stillen Post Prinzip immer weiter erzählt wurde. Über den genauen Ursprung ist also leider nichts weiter bekannt. So kann man die Geschichte als Teil wahr bezeichnen.

Ergebnis:Ob die Geschichte der Wirklichkeit entspricht, kann nicht genau festgestellt werden, da der Urheber (die Quelle) unbekannt ist. Mit ziemlicher Sicherheit wurde die Ursprungsgeschichte im Laufe der Jahre weiter ausgeschmückt. Vom Kern allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass gerade in den 40er Jahren solch ein Experiment durchaus stattgefunden hat.

Ergebnis der Fotos:Was aber definitiver Fakt ist, dass die Fotos in diesem Zusammenhang alle als Fake zu bezeichnen sind. Hier hat man wie immer sich nicht die Mühe gemacht, nach der Quelle zu suchen.


Das wohl, als Bekannteste Foto im Kontext, zeigt eine abgemagerte Gestalt, die auf einem Gestell sitzt. Sie hat große hervorstechende Augen und macht insgesamt einen gruseligen Eindruck. - Man versucht hier ganz klar den Eindruck zu erwecken, dass es sich um ein Originalfoto handelt, das als Beweis dienen soll. So ist es aber nicht, denn man erkennt beim genaueren Hinsehen, dass die Anatomie nicht zu einem Menschen passt, auch wirkt es zu statisch. Somit ist dieses Foto klar Fake! Es ist eine Halloween Dekoration die auf den Name "Spazm" hört und aus dem coolen Hause " Morbid Enterprises" kommt.


Das zweite Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem experimental Film "Begotten" von 1990 gedreht von Regisseur "E. Elias Merhige". Auch dieses Foto hat absolut nichts mit der Geschichte zu tun und wird ebenfalls nur benutzt um die Geschichte lebendiger zu gestalten. Auch dieses ist somit Fake!


Das dritte Foto zeigt vier Männer mit Gasmasken aus dem Jahr 1917. Auch dieses ist nur symbolisch und hat wie die anderen mit der Geschichte nichts zu tun. Bei diesem Foto handelt es sich um ein amerikanisches Postkartenmotiv zur Zeit des 1. Weltkriegs, wo von links nach rechts ein amerikanischer, ein britischer, ein französischer und ein deutscher Soldat zu sehen ist. Zu erkennen an den unterschiedlichsten Gasmasken Modellen. Somit auch ein Fake in diesem Kontext.


Ergebnis: Geschichte unbekannt
Ergebnis: Fotos alle 100% Fake!









Van Meter Visitor


Van Meter Visitor


Die Creepypasta dahinter:


Ort des Geschehens:
Der Vorfall ereignete sich in der kleinen Stadt "Van Meter" in Dallas County (Iowa) USA am Raccoon River. Van Meter wurde im Jahr 1869 als Stadt gegründet und eingetragen. Benannt ist sie nach dem Siedler Jacob Rhodes Van Meter aus den Niederlanden. 1877 wurde Van Meter mit in die Gemeinde aufgenommen. Die Bevölkerung lag im Jahr 1880 bei 376 Einwohnern und im Jahr 2016 bei 1119 Einwohnern.

Datum des Geschehens:
Der Vorfall ereignete sich  vom 29. September bis 04. Oktober 1903.

Die Ereignisse:
Erste Begegnung: In der Nacht vom Montag den 28. September auf Dienstag den 29. September 1903 traf der Werkzeughändler UG Griffith in seine Heimatstadt Van Meter ein und bemerkte am Mather & Gregg-Gebäude ein merkwürdiges Licht, das er zuvor dort noch nicht gesehen hatte.  Als er nachsah, weil er ein Verbrechen vermutete, wanderte das merkwürdige Licht in der Luft über die andere Straßenseite, was Mr. Griffith sich nicht erklären konnte. Nach kurzer Zeit verschwand das Licht in der noch bestehenden Dunkelheit und Griffith ging zu sich nachhause.

Zweite Begegnung: In den frühen Morgenstunden des 30. Septembers 1903 wurde der Arzt Dr. Alcott aus dem Schlaf gerissen, in dem er von einem grellen Licht geblendet wurde, das durch sein Fenster schien.  Da er eine vernünftige Begründung ausschloss, nahm er sein Gewehr und ging vor seine Praxis, um vorsichtig nachzusehen. Was er in nur wenigen Metern Entfernung sah, erschreckte ihn. Er sah ein Wesen, das wie halb Mensch und halb Tier zu sein schien. Es hatte große Fledermaus ähnliche Flügel und ein stumpfes Horn auf der Stirn, von dem das Licht stammte. Dr. Alcott geriet in Panik und schoss hintereinander fünf Kugeln auf das unbekannte Wesen, was aber keine Auswirkungen zu haben schien.  Darauf wurde Dr. Alcott noch verängstigter und eilte zurück in die Praxis, wo er sich verbarrikadierte.

Im Laufe des Tages tauschte man sich in der ländlichen Gemeinde aus und kam schnell zum Schluss, das beide mysteriösen Vorfälle zusammengehören. Auch wenn einige skeptisch über die Aussagen der beiden waren, galten sowohl Mr. Griffith wie auch Dr. Alcott als absolut vertrauenswürdige und anerkannte Personen, die nicht dazu neigen öfters einen über den Durst zu trinken oder einen als Scherzbolde Märchen auftischen zu wollen.

Dritte Begegnung: Am frühen Donnerstagmorgen, die Sonne war noch nicht aufgegangen, lief Clarence Dunn, von engeren Freunden auch Peter genannten, zur Van Meter Stadtbank. Das nicht ohne Grund, denn er war der Bankdirektor und zugleich auch in der Verantwortlichkeit des Amtes des Bürgermeisters, wo er es als seine Pflicht betrachtete besonders achtsam zu sein, nach den Vorfällen der vergangenen Nächte. Gegen ca. 02:00 Uhr hörte er vor der Bank Geräusche, die wie ein schweres, röchelndes Atmen klingen. Durch das Große Bankfester am Eingang schien wieder das merkwürdige Licht und blendete Bankdirektor Peter, der nicht lange zögerte und mit seinem Gewehr durch die Scheibe auf die Gestalt schoss und auch traf, worauf das Wesen mit seinem Licht verschwand.

Im Laufe des Tages fand eine gründliche Spurensuche statt und man entdeckte tatsächlich tiefe Fußabdrücke von dem Wesen. Drei Zehen, wie von einem großen Vogel. So wurde ein Gipsabdruck zur Untersuchung angefertigt. Da Clarence Dunn alias Peter eine Person ist, die mehr als vertrauenswürdig ist, gibt es nun auch kein Zweifel mehr in der Gemeinde und man ist von der Echtheit der Zeugenberichte überzeugt.

Vierte Begegnung: In der Nacht vom 01. Oktober zum 02. Oktober 1903 wurde Baumarktarbeiter Mr. OV White in seinem Zimmer in der Main Street, das er bei Fisher & White, dem Eisenwaren- und Möbelhaus gemietet hatte, durch lärmenden Radau geweckt. Als er aus dem Fenster schaute, sah er an der Querverbindung des Telegrafenmastes eine größere Gestalt sitzen. Ohne zu zögern, holte er sich sein Gewehr aus dem Schrank und schoss auf das etwas 15 Meter entfernte Wesen, das aber nicht hinab viel, sondern gemächlich hinunter kletterte.

Ebenfalls durch den Lärm und den darauf folgenden Schuss geweckt wurde Mr. Sidney Gregg, aus dem Geschäft gegenüber. Dieser sah das Wesen im Lichtschein der Main Street deutlich. Das Wesen war ca. 2 Meter groß, hatte große Fledermaus ähnliche Flügel wie aus Leder, hatte einen Papageien Schnabel und ein stumpfes Horn auf der Stirn, das im dunklen leuchtete. Das Wesen ging beziehungsweise hüpfte auf ebenfalls ähnlichen Vogelfüßen mit drei großen Zehen. Wenn es sich Fortbewegte hüpfte es wie ein kleines Känguru. Von dem Wesen selbst ging ein schwefeliger Gestank aus, der deutlich zu vernehmen war, genau wie eine schwere krächzende Atmung.

Fünfte Begegnung: In der Nacht vom 02. Oktober zum 03. Oktober 1903 um ca. 01:00 Uhr auf dem Gelände der Ziegelfabrik, worauf sich auch die alte Kohlemine befand, wurde JL Platt jr. auf ungewöhnliche Geräusche an den alten Minenschächten aufmerksam. Als er nachsah, erschrak er, denn er sah zwei von diesen mysteriösen und unbekannten Wesen aus den Stollen kommen. Ein Großes und dahinter ein etwas Kleineres, die Vogellaute von sich gaben. So eilte Mr. Platt fort, um Hilfe zu holen.

In der Gemeinde war man sich nun sicher, das die monströsen Wesen sich in der alten verlassenen Kohlemine verstecken. So beschloss man dem Spuk und der Unruhe ein Ende zubereiten, in dem sich alle kampfbereiten Männer der Gemeinde schwer bewaffnet versammeln, um gleichzeitig auf die Wesen zu feuern, um sie zur Hölle zu schicken. Zurück an den Schächten der Kohlemiene legte man sich also auf die Lauer und um ca. kurz vor 06:00 Uhr sichtete man die Wesen und feuerte mehrere Minuten lang auf sie, bis sie in den dunklen Minenstollen verschwanden.

Als dann die Sonne aufging und man zur Erkenntnis kam, dass die Wesen den Kugelhagel überlebt haben könnten, beschloss man alle Eingänge der alten Kohlemine zu verschütten, um die Wesen darin einzusperren. Seit diesem 4. Oktober wurden diese Wesen nicht mehr gesehen und es kehrte Ruhe ein in der kleinen Stadt Van Meter...

Zusammengefasst:In der Woche von 29. September bis 04. Oktober 1903 haben mindestens 7 als vertrauenswürdige Anwohner aus Van Meter, eine mysteriöse Begegnung mit etwas gehabt, das Ähnlichkeiten mit einem großen unbekannten Vogel aufweist und offensichtlich sich in der stillgelegten Kohlemine aufhält.

Erklärungsversuche:
  • Aus Sicht der Kryptozoologie könnte es sich von der Beschreibung her um ein Pterosauria genauer einer kleinen Population von Pteranodon handeln. Das leuchtende stumpfe Horn auf der Stirn ließe sich durch eine mögliche Biolumineszenz erklären, oder durch Kontakt mit einer fluoreszierenden Verbindung, die in Kohleminen nicht selten vorkommt. Die Schussimmunität ließe sich durch schwache Geschosse im Verhältnis zur dicken ledrigen Haut erklären. Auch wenn die Gegend zum natürlichen Lebensraum passt und die Übereinstimmungen treffend sind, gilt Pteranodon seit 72 Millionen Jahren als ausgestorben.
  • Aus Sicht fundamentaler Gläubiger könnte es sich um Dämonen aus einer anderen Dimension (der Hölle) handeln, die vom Satan als Warnung hergeschickt wurden.
  • Aus Sicht der Raumfahrtanhänger handelt es sich um extraterrestrische Besucher, die möglicherweise zu wissenschaftlichen Zwecken aufgetaucht sind. Das leuchtende Horn auf der Stirn könnte nicht nur als Lichtbringer dienen, sondern eventuell auch als Schutzschirm, was erklären könnte, dass die Schüsse aus den Gewehren keine Wirkung erzielten.
  • Aus Sicht der Hohlerdler handelt es sich um eine Lebensform, die aus einem Bereich kommt, der unter der Erdoberfläche liegt (Theorie der hohlen Erde). Dieser hat über die alte Kohlemine, eventuell durch ein Erdbeben einen kleinen Zugang freigelegt, durch den die Geschöpfe an die Oberfläche gelangt sind. Stützend auf die Theorie vom Reich Agartha.
  • Aus Sicht der Wissenschaft, der Psychologie könnte es sich um eine Art schizophrene Massenhysterie gehandelt haben. Folglich eine Trübung der Wahrnehmung in gesteigerter Form.
  • Aus Sicht der Skeptiker handelt es sich wie so oft um ein Fake oder um einen länger anhaltenden gemeinschaftlichen Rausch durch bewusstseinsverändernde Mittelchen.

Erkenntnis:Was den Fall interessant macht sind die zwei Fragen:

- Entspricht der Fall der Wirklichkeit?
- Wenn ja, was waren das für Wesen und was wollten sie?

Einen physischen Beweis, der die Existenz der Wesen bestätigen könnte, gibt es in dem Sinne nicht. Der einzige Beweis wäre der vom Sheriff angefertigte Gipsabdruck gewesen, der aber vermutlich in den 20er Jahren verloren gegangen ist. Der gesamte Vorfall wäre eh fast in Vergessenheit geraten, würde es nicht die drei Autoren und Forscher Chad Lewis, Noah Voss und Kevin Lee Nelso geben, die 2013 ein Buch rausbrachten über den Fall. So ist es der guten Recherche zu verdanken, dass man zumindest mit dem wenigen Material das vorliegt, es geschafft hat die Vorkommnisse möglichst lückenlos und authentisch zu rekonstruieren. - Dabei handelt es sich um aufgeschriebene Interviews mit direkten Zeugen, eine vom Sheriff angefertigte Akte zu den Vorfällen, die als glaubhaft vermerkt wurden. Des Weiteren Zeitungsartikel und Berichte aus Stadtarchiven, die über das Geschehen seinerzeit berichteten.  Nicht zuletzt der wohl beste Beweis, die Stadt Chronik in der, der Vorfall ebenfalls enthalten ist.

Neue Beweismittel:
Neue Beweise könnten in diesem Vorfall nur vorgebracht werden, wenn man sich um die mittlerweile längst verschüttete Kohlemine kümmern würde. Hier müsste eine groß angelegte Ausgrabung von Experten angeordnet werden, wo die komplette Mine freigelegt und akribisch untersucht wird. Wenn nämlich tatsächlich etwas in der Mine war, dann lässt sich das mit der heutigen Technik belegen.

Ergebnis der Auswertung:Zieht man alle Erkenntnisse dieses Vorfalls zusammen, dürfte es als unwiderlegbar gelten, dass tatsächlich "etwas Merkwürdiges" in Van Meter stattgefunden hat.

Sonstiges:Ein offizielles  "Van Meter Visitor Festival" mit Informationen für interessierte, findet jährlich im September statt.


Ergebnis: ungeklärt!




Der Goatman



Der Goatman

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Der Goatman in der "heutigen" Form hat wohl seinen Ursprung in Maryland (USA), doch die Inspiration oder Gegebenheit, wie auch immer liegt weit zurück in einer Zeit vor Christus und hat seinen Beginn in der griechischen Mythologie.  Pan der Hirtengott war ein Mischwesen halb Mensch halb Ziege. Was viele nicht wissen, das die dubiosen Kirchenväter der katholischen Kirche hier bei Pan ihre Inspiration für den Teufel herholten. Folglich kann man schon mal feststellen das der Goatman keine neue Geschichte ist. Von der Erscheinung her und das ist auch nicht ungewöhnlich im Bereich der Kryptozoologie, gibt es mehrere unterschiedliche Beschreibungen.

Die einen bezeichnen den eher klassischen Typ, der den Kopf einer Ziege hat, aufrecht geht und im Vergleich am ehesten zu der des Baphomet, nur ohne Flügel passen würde und andere Beschreibungen sehen ihn eher in der Gestalt des Dämons Satyr, der genau umgekehrt den Unterkörper einer Ziege hat und der obere Bereich menschlich erscheint. Also alles etwas widersprüchlich, obwohl die meisten Beschreibungen der Sichtung, eher dem Typ Baphomet entsprechen.

1957 fing alles in Prince George’s County in Maryland an, wo man ihn mehrfach gesehen haben will. So war man der Überzeugung, dass er sich in einer Höhle nahe der Stadt Bowie versteckt hält. Andere tendieren eher dazu, das er sich in der Nähe einer Brücke in Beltsville aufhält und lebt. Zu einem ersten ernsthaften Zwischenfall kam es 1962 wo  der Goatman zwölf Kinder und zwei Erwachsene getötet und teilweise aufgefressen haben soll. Das etwas Ungewöhnliches passiert ist, ist wohl bestätigt, doch was genau ist widersprüchlich. Einigkeit herrscht, das der Goatman für das Versterben einiger Haustiere verantwortlich gemacht wurde. Erwähnen sollte man auch, das es Parallele gibt in anderen Regionen. Als Beispiel das "Pope-Lick-Monster" in Kentucky oder das Lake Worth Monster in Texas.



Der Erzählung nach ist der Goatman das Resultat eines missglückten DNA Experimentes, das sich im Henry A. Wallace Beltsville Agricultural Research Center in Beltsville ereignet hat. Diese Forschungseinrichtung wurde 1919 eröffnet. So fing man wohl in frühen Jahren an, diversen teils auch experimentellen Forschungen nachzugehen. Bei dem angeblichen Experiment mischte man die DNA von einer Ziege mit einem Menschen. Andere berichten, das der verantwortliche Wissenschaftler aufgrund seines offenen Schnürsenkels stolperte und beim Aufprall mit dem Boden sich versehentlich selbst eine Spritze in den Arm injizierte. Darauf hin soll er sich allmählich in einen Ziegenmenschen verwandelt haben. Als sein Kopf aussah wie der einer Ziege und in den Spiegel sah, wurde er sauer und aggressiv, nahm sich eine Axt aus dem Laborschrank und flüchtete mit den Lauten Geräuschen einer Ziege in den Wald, wo er seitdem sein Unwesen treibt.

Was für eine abenteuerliche Geschichte, die Potenzial für einen Horrorroman hätte. Zum Glück gibt es nur wenige, die diese Ereignisse der Geschichte tatsächlich glauben. Zweifelsfrei haben solch Forschungseinrichtungen Dreck am Stecken, aber diese Story klingt etwas sehr weit her geholt.


Denn noch, 2016 ereignete sich in Malaysia ein merkwürdiger Zwischenfall, wo eine Ziege geboren wurde, die eindeutig menschliche Züge hatte. Selbst renommierte Medien berichteten über den Vorfall. Dies entfachte erneut das Interesse und Zusammenhänge an den Goatman.

Über amerikanische Crybaby Bridges.
Diese Brücken werden so bezeichnet, da diese oft mit mysteriösen und furchtbarsten Unfällen in Verbindung gebracht werden, die an oder in näherer Umgebung dieser Brücken geschehen sind. Oft sind es Legenden. Die Goatman Brücke wird häufig mit der Governor's Bridge, in Bowie in Verbindung gebrach und dessen Foto fälschlicherweise benutzt. Doch die historische Governor's Bridge die über den Patuxent River führt, besitzt eigene Legenden, die nichts mit dem Goatman zu tun haben. 



Dies war es im Prinzip auch schon mit dem Sachverhalt. Hier und da tauchen im Internet noch Geschichten auf und Fotos, die in den Zusammenhang mit dem Goatman gebracht werden. So wie Vorfälle der ansässigen Polizei die tatsächlich etwas merkwürdig sind, wie im November 1998 im Largo-Lottsford Community Park, wo angeblich ein junger Mann mit seinem Auto leblos im Graben lag und weder Polizei noch Arzt sich seine Verletzungen erklären konnten. Ob diese und ähnliche Vorfälle wirklich stimmen, weiß man nicht. Es gibt nur eine Quelle, die ich im Netz fand, die mit Fotos und anderen regionalen Beweisstücken Vorfälle dokumentieren.
(http://www.goatmanhollow.com)

Nun zur Geschichte des Fotos:
Das Foto stammt von einem sehr talentierten Photoshopper aus Südafrika, der dieses Foto für einen Wettbewerb bei ( io9.com) anfertigte, den er leider nicht gewonnen hat.

Sein Pseudonym:
"Viergacht" zu finden bei https://www.deviantart.com

Respekt für seine Arbeit, kann sich definitiv sehen lassen.

Man mag nicht bezweifeln, das man etwas in den 50er im Wald an einer Höhle gesehen hat, auch eine Sinnestäuschung erlebt man und die Fantasie / Psyche ist unbegrenzt, wie wir wissen.

Fazit: Da es weder Beweise gibt, noch die Medien im Falle der Todesfälle in den besagten Jahren berichteten, es auch in Archiven keine Totenscheine gibt, die Behörden in Beltsville und Bowie keine Todesfälle dieser Art (12 Kinder) verzeichnet hat, ist der Sachverhalt klar. Es gibt nachweislich ein paar unreife Jugendliche, die im Kostüm dafür sorgen, dass die Legende am Leben gehalten wird, doch insgesamt ist das hier eine sogenannte Creepy Pasta (erfundene Geschichte) mehr nicht.

Damit ist auch dieser Fall geklärt :-)


Ergebnis: 100% Fake!





Die verhexten Vogelkopffrauen



Die verhexten Vogelkopffrauen

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Das Foto soll gegen Mitte des 19. Jahrhunderts fotografiert worden sein und stammt aus dem gruseligen wie bösen Deepweb. Es zeigt zwei Frauen, die von einer bösen Hexe verhext oder verflucht wurden und sich nun damit abgefunden haben, dass sie bis zu ihren natürlichem Tode mit Vogelköpfen herumlaufen müssen ... Öhm ja, ne is klar oder?

Tatsächlich zeigt das Motiv offensichtlich zwei Frauen, die an einem kleinen Tisch sitzen und sich angeregt unterhalten. Das Besondere sie haben „Vogelköpfe“ oder „Vogelkopfmasken“ auf. Was man beim ersten Betrachten feststellen kann, das es eine sehr schlechte Qualität besitzt.

Nun gibt es in der Community drei geläufige Hypothesen. Die Kontrafraktion, die schon den guten alten Fake-Stempel im Ansatz hat und das Foto als "Fake" entlarvt haben will. Die Profraktion, die es für möglich hält, dass die abgelichteten Personen tatsächlich verflucht wurden oder generell auf Mischwesen, wie hier oft genannt „Arakkoa“ (aus dem Warcraft Universum) schleißen. Zuletzt noch die dritte Fraktion, die hier eine altertümliche Halloween Kostümierung entdecken will.

Analyse:
Ich frage mich wie die zwei Damen sich da am Tisch wohl unterhalten, ob sie wie Vögel zwitschern? Oder auch interessant, wie und was sie essen? Vogelfutter? Denn eine leckere Spaghetti Bolognese mit einem Schnabel zu essen ist doch sicher schwierig ...?  Also da scheint was nicht zu stimmen mit dem Foto!

Schauen wir uns die drei Hypothesen mal an. Gehen wir davon aus, das die Geschichte zu dem Bild tatsächlich stimmen sollte, dann wäre dies der erste Vorfall in der Historie. Wie Recherchen ergeben haben, ist historisch kein Fall bekannt, in dem eine Hexe, Magier oder Zauberer jemanden in einen Vogel verwandelt hat. Dieses existiert lediglich in der Unterhaltungsliteratur. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Geschichte der Wirklichkeit entspricht, mehr als unwahrscheinlich.

Da die Geschichte also nicht stimmen kann, schauen wir uns mal die Idee mit der altertümlichen Halloween Kostümierung genauer an. Gab es eine derartige Halloween Kostümierung zu der Zeit, wo das Foto entstanden sein soll? Ein Abgleich mit Kostümen aus dem 19. Jahrhundert bestätigte, das die Kostümierung und das Brauchtum zwar in dieser Epoche anfing, doch die Präzision der Kostümierung und auch der Stil irgendwie nicht überein stimmt. So kann das mit Halloween auch ausgeschlossen werden.

Übrig bleibt also der Fake! Zoomt man das Foto mit seinem Bildbearbeitungsprogramm heran, merkt man bereits die unnatürliche Unschärfe um die Vogelköpfe. Auch das die schlechte Qualität mit einem verwisch Werkzeug, absichtlich erzeugt wurde, ist ersichtlich. Um ehrlich zu sein, ist die gesamte Freistellarbeit dilettantisch und dürfte keine 10 Minuten gebraucht haben.

Also um es kurz zu machen, das Foto mit den Vorgelfrauen ist eine miserable Fälschung, die im 21. Jahrhundert entstanden ist. Man hat lediglich mit digitaler Bildbearbeitung eine Ebene mit Vogelköpfen auf das Originalbild gesetzt. Das Witzige ist, das es noch eine weitere Version gibt, die das gleiche Original verwendet hatte und anstatt Vogelköpfe Hexen darstellte.

Die wirkliche Geschichte hinter dem Foto:
Bei dem Originalen unveränderten Foto handelt es sich um eine Fotografie aus Vietnam aus dem Jahr 1903 und zeigt im Sinne der Ästhetik zwei vietnamesische Mädchen. Man kann das Motiv als Poster kaufen, wo man bei „Vintage Photographs“ Shop fündig wird.

Die zwei Mädchen sind in einer Zeit abgelichtet worden, wo Vietnam unter französischer Kolonialherrschaft stand. Mit der Einführung der Geldwirtschaft klaffte wie heute auch die Schere zwischen Arm und Reich auseinander. So gab es zwar vernünftige sozialistische Ideen, aber leider auch das Gegenstück der Kapitalismus und damit auch eine Großgrundbesitzerschicht, die hier für den europäischen Markt wirtschaftliche Interessen verfolgte.

So wird dieses Motiv durchaus den Zweck für eine Postkarte gedient haben, die den Weg nach Europa gefunden hat, in Vergessenheit geriet und nun von Gruselgeschichten Erzählern missbraucht wird. Vermutlich wird ein Sammler antiker Fotos, das Foto digitalisiert und ins Netz gestellt haben.

Also nix mit gruseligen und verhexten Vogelkopffrauen aus dem Deepweb. Wie so oft schaut die Wirklichkeit nicht ganz so spektakulär aus. :-)


Ergebnis: 100% Fake!









Freitag, 8. März 2019

Der Allghoi Khorkhoi / Mongolische Todeswurm



Der Allghoi Khorkhoi / Mongolische Todeswurm:

Der Allghoi Khorkhoi oder auch Mongolischer Todeswurm, soll eine bisher unbekannte Tierart sein und in den Bereich der Kryptozoologie fallen. Er soll in der südwestlichen Wüste Gobi beheimatet sein (Zentralasien) und hier unter dem Wüstensand leben.  Er ist leuchtend rot, dick und hat eine weiche Haut, die bei Gefahr Blasen bildet, die hochgiftig sind. Er soll zwischen 60 und 120 cm lang sein und auf die Farbe Gelb reagieren. Am aktivsten ist er in den Monaten Juni und Juli.

Jalkhanz Khutagt Sodnomyn Damdinbazar der mongolische Premierminister hat 1922 den Wurm beschrieben.

In der ganzen Gegend um die Wüste Gobi ist die Geschichte eines kleinen Jungen bekannt, der im Freien mit einer gelben Spielzeugkiste gespielt hatte, worauf ein Wurm in seine Kiste gekrochen ist und der Jungen versehentlich den roten Wurm berührte und kurz darauf verstorben ist. Die Eltern sollen den Wurm daraufhin verfolgt haben, wurden aber dabei angeblich ebenfalls von ihm getötet. (Quelle Wikipedia)

Bisher hat man ihn noch nicht gefunden. Die Araten (Viehzüchter) und Nomaden rund um die Wüste, sind von dessen Existenz überzeugt.

Man vermutet, das es sich um folgende Tiere handeln könnte:

- Doppelschleichen (Amphisbaenia)
- Wüstentodesotter (Acanthophis pyrrhus)


Um was es sich bei diesem Wurm genau handelt, ist bisher nicht bekannt.


Ergebnis: ungeklärt