Dienstag, 2. April 2019

Der afrikanische Bubal Stamm ...



Der afrikanische Bubal Stamm ...

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Bei dem Foto, das wohl Mitte der 20er Jahre entstanden ist, soll es sich um den legendären afrikanischen Bubal Stamm handeln, der zwischen Kenia und Somalia mit ihren Rindern beheimatet ist. Sie Leben von der jagt und der Landwirtschaft. Das besondere an diesem faszinierenden Naturvolk, dürfte ihr Ernährungskonzept sein. Sie sind auf der Welt das einzige Volk, das diese spezielle Ernährung für sich beansprucht.

So ernähren sich die Jungen bereits im Kindesalter, bis zum Erwachsenenalter fast ausschließlich vom Menstruationsblut ihrer Rinder, da diese als heilig gelten und aus ihnen tapfere Krieger macht. Dieses Ritual endet erst, wenn sie verheiratet werden. Bereits in der Pubertät zeigen sich äußere Veränderungen. So wächst bei fast allen Kriegern der Hoden zu einer gigantischen Größe von bis zu 90 cm, was besonders die jungen Stammesfrauen begeistert. Ein weiteres positives Kriterium des Ernährungskonzeptes ist der Schutz vor schlimmen Krankheiten wie Anämie, die in der Region weit verbreitet sind.

Italienische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Verzehr vom Menstruationsblut der heiligen Rinder, deshalb positive Veränderungen hervorruft, weil in diesem viel Vitamin  B6, B12, E und D ist. Außerdem reich an Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalzium und Kalium ist. Fasziniert sind die Wissenschaftler auch über die unbeeinträchtigte Fortpflanzungsfunktion durch die gewachsenen Riesenhoden, so zeigten Studien, dass die Männer eher potenter waren, als andere Männer auf der Welt im selben Alter, die sich nicht von den heiligen Rindern nähren.

... Die Geschichte in Kurzform zusammengefasst, die auf diversen Blogs so und noch weiter ausgeschmückt zu lesen ist. Kern ist also ein Ernährungskonzept eines Stammes, das als Nebenwirkung riesige Hoden wachsen lässt, eine Potenzsteigerung hervorruft und vor Krankheiten schützt.

Die Frage, die sich nun stellt, kann so etwas möglich sein?

Beginnen wir mal mit der Geschichte des Bubal Stammes selbst, der zwischen Kenia und Somalia beheimatet sein soll. Allein hier wird es schon kompliziert, in dem man eine Existenz überhaupt nachweisen kann, denn diese scheint es in der europäischen Schreibweise nicht zu geben. Dass, was es gibt, sind kleinere Nomadenstämme, die als Bubals bezeichnet werden könnten, da sie die nordafrikanische Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus) hüten.

Auch ist historisch in dieser Region nichts dergleichen bekannt über derartige Ernährungskonzepte im Zusammenhang mit dessen Folgen.

Lediglich die ostafrikanischen Massai, sind bekannt, dass sie in geringen Mengen frisches Blut ihrer Rinder trinken, da dieses als Wohlstand angesehen wird und mit Milch gemischt, als Energiedrink dient. Vereinzelt existieren noch andere primitive Stämme, die Tierblut zu rituellen Zwecken missbrauchen oder sich mit Rinderurin die Haare Färben.

Wie schon vermutet ist die gesamte Geschichte Anfang der 2000er erfunden worden und ging nach dem falschen Artikel in der Express Gazeta vom 18.11.2004 viral und verbreitete sich so. Mal mehr mal weniger ausgeschmückt.

Die tatsächliche Geschichte hinter dem Foto:
Diese Anomalie hat einen medizinischen Hintergrund, der auf den Namen "Elephantiasis" hört und ein tropisches Krankheitsbild ist. Die Krankheit wird über afrikanische / tropische Stechmücken übertragen.

Man mag also diesen zurückgebliebenen primitiv Menschen viele befremdliche Praktiken zutrauen, doch diese Geschichte ist definitiv ein Internet Hoax.  


Ergebnis:  100% Fake! (Foto Real, Story Fake)




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