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Montag, 1. April 2019

1211: Das mysteriöse Luftschiff von Cloera



1211: Das mysteriöse Luftschiff von Cloera

Die Creepypasta dahinter:
Im Jahre 1211 soll sich laut schriftlicher Aufzeichnungen in einer kleinen Gemeinde in Irland, die früher auf den Namen Cloera oder auch Cloena gehört hat, etwas sehr mysteriöses ereignet haben. Cloera liegt am Fluss Shannon und die frühere Gemeinde hört heute auf den Namen Clonmacnoise, Klosters Clonmacnoise. Hier geht der Dank an den Berliner Historiker Dr. Jörg Dendl, der in seiner Arbeit den Ort identifiziert hatte.

Das mysteriöse Ereignis ereignete sich im Jahr 1211 an einem ganz normalen Sonntag Vormittag, wo die Gemeindemitglieder am Gottesdienst in der Kirche teilnahmen. Plötzlich erschraken die Gläubigen, als etwas Lautes an der Holztür krachte. Als sie gemeinsam aus der Kirche gingen, um nachzusehen, was für den Krach verantwortlich war, trauten sie ihren Augen kaum. Oberhalb der schweren Holztür der Kirche hatte sich ein Anker verfangen, der an einem Tau befestigt war, der in die Luft aufstieg. Als sie nach oben blickten, um das Ende des Taus zu suchen, sahen sie ein riesiges Schiff, das in der Luft stand. Um dieses Luftschiff herum soll es geschimmert haben, wie Wasser das reflektierte. Auch entdeckten sie einen kleinen Matrosen, der das Taus hinab kletterte um den Anker, der immer noch verklemmt war zu befreien. Als die Dorfgemeinde den Matrosen fangen und zur Rede stellen wollten, schritt der Pfarrer hervor und befahl keine Hand an den fremden anzulegen.  Der Matrose kletterte wieder zurück und kappte von oben das Tau, sodass der Anker immer noch in der Tür klemmte. Das Luftschiff verschwand darauf in den Wolken und wurde von der Gemeinde seit dem nie wieder gesehen ...  

Diese Geschichte klingt wie eine mittelalterliche Dorflegende oder Märchen Erzählung. Doch soll sie sich historisch genau so zugetragen haben.

So gibt es authentische Chronisten aus dieser Zeit, die über diesen Vorfall berichteten.  So z.B. in der "A Social History of Ancient Ireland" aus dem Jahr 950. Oder der "Chronica Gaufredi" des Klosterpriors Geoffroi de Vigeois (1140-1184) und nicht zuletzt der dänischen "Konungs skuggsjá" dem Königsspiegel um 1250. Dieser Vorfall ist historisch also definitiv schriftlich dokumentiert.

So unglaublich es klingen mag, doch dieser mysteriöse Vorfall ist historisch nicht der Einzige. So gibt es einige historische Ereignisse, die genau die Umstände beschreiben, wo es immer um ein Luftschiff ging und eine Kirche.

Das Klosters Clonmacnoise, das im Jahre 548 n. Chr. von Mönch Ciaran gebaut wurde, beziehungsweise die Ruinen kann man heute noch besuchen und sind für Touristen, die in Irland unterwegs sind ein beliebtes Ausflugsziel. Leider ist der Anker in den vielen Jahren verloren gegangen, sodass lediglich die schriftlich hinterlassenen Stadtchroniken den Vorfall bezeugen können.

Die Fragen, die heute natürlich aufkommen und die Wissenschaft vor Rätseln stellen sind:

- Entsprechen die Aufzeichnungen von damals der Realität?
- Was war das für ein Luftschiff und was wollte es?

Hypothesen:


  • Die Dorfgemeinschaft befand sich zu dem Zeitpunkt versehentlich oder absichtlich in einem kollektiven Rauschzustand, der eine Bewusstseinserweiterung und Halluzinationen hervor rief. Zum Beispiel durch verdorbenes Essen, oder Brunnenwasser, zu dem jeder Zugang hatte. Auch möglich wäre eine psychologisch zu erklärende Massenhysterie. - Galt diese Theorie lange als wahrscheinlich, konnte diese letztendlich widerlegt werden, da voneinander unabhängig, gleiche historische Ereignisse mit einem Luftschiff stattgefunden haben.


  • Die Chronisten / Geschichtsschreiber erlaubten sich einen Scherz und die Geschichte ist frei erfunden...  Also eine Bildzeitung des Mittelalters, doch kann auch dieses ausgeschlossen werden, da erstens die Chronisten dieser Zeitepoche als absolut seriös galten und derart Scherze, das Leben hätte kosten können. Auch hier gilt, dass es der Zufall nicht sein kann, da voneinander unabhängig historische Vorfälle mit Luftschiffen verzeichnet wurden.


  • Ein Indiz für außerirdische Besucher / Prä-Astronautik.  Diese Hypothese geht davon aus, dass die Dorfbewohner Kontakt mit Außerirdischen hatten. Dagegen spricht die schlichte Technologie, die wesentlich futuristischer und komplexer sein müsste. Außerirdische gebrauchen sicher kein Tau und kein Anker in ihrer Ausrüstung und selbst sollte es eine Tarnung oder gar nur ein projiziertes Hologramm gewesen sein, würde diese nicht zutreffen.


  • Zeitreisende,  Dimensionsspringer,  Fehler in der Matrix oder Besucher aus einer Parallelwelt, die versehentlich durch eine Raum-Zeitverschiebung oder technischen Defekt in einer falschen Zeit / Dimension aufgetaucht sind. - Möglich aber ziemlich unwahrscheinlich.


  • Gott, Engel Himmelswesen. Ein himmlisches Ereignis im religiösen Sinne ...  Wohl auch eher unwahrscheinlich.

Mein persönlicher Vorschlag:
Nun, wo vieles eigentlich auszuschließen ist, bleibt trotzdem noch eine Hypothese übrig, die erstaunlicherweise in diesem Kontext nur wenig Zuspruch erhält, wobei sie meiner Meinung nach am wahrscheinlichsten ist.


  • "Der Erfindergeist" ... Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es auch 1211 hungrige und mutige Ingenieure gab, Erfinder, Denker und Techniker, die stets hungrig nach Fortschritt sind. Halt Fantasten, Visionäre wie Einzelgänger für die nichts unmöglich ist und nichts auslassen zu probieren. So denke ich an Platons Ideenlehre und Ideenreich, alles, was es gibt, also auch Luftschiffe muss vorher schon existiert haben. So sagt es die Philosophie und daher gilt, die Idee zum Zeppelin muss 1670 nicht Francesco Lana Terzi "allein" und als Erster gehabt haben. Durchaus möglich, dass schon davor die Idee bestand und sogar umgesetzt wurde. Historisch gesehen wäre dies kein Einzelfall, so braucht man nur an den Mechanismus von Antikythera zu denken, der wesentlich früher existiert hat und komplexer war als ein Zeppelin.


Ergebnis: unaufgeklärt (vermutlich Zeppelin)


Bild dient als Symbolbild. Quelle: Künstler Jaroslaw Jasnikowski. es empfiehlt sich seine Seite zu besuchen. Es sind sehr gelungene Werke dabei. 




Samstag, 9. März 2019

Wohn-Kuppeln im Wald?


Wohn-Kuppeln im Wald?

Ein interessantes Foto. Sind das Wohnkuppeln im Wald?

Nicht so ganz, diese kuriosen Bubble Domes gehören zum "Finn Lough Hotel" in Nordirland und sollen eine beliebte Erfahrung sein. Schaut definitiv besonders und interessant aus ...
Adresse: 41 Letter Road, Aghnablaney, Enniskillen BT93 2BB, Nordirland Vereinigtes Königreich


Ergebnis:  100% Real!