Der afrikanische Bubal
Stamm ...
Die Creepypasta
dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt
zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?
Bei dem Foto, das wohl Mitte der 20er Jahre entstanden
ist, soll es sich um den legendären afrikanischen Bubal Stamm handeln, der
zwischen Kenia und Somalia mit ihren Rindern beheimatet ist. Sie Leben von der
jagt und der Landwirtschaft. Das besondere an diesem faszinierenden Naturvolk,
dürfte ihr Ernährungskonzept sein. Sie sind auf der Welt das einzige Volk, das
diese spezielle Ernährung für sich beansprucht.
So ernähren sich die Jungen bereits im Kindesalter, bis
zum Erwachsenenalter fast ausschließlich vom Menstruationsblut ihrer Rinder, da
diese als heilig gelten und aus ihnen tapfere Krieger macht. Dieses Ritual
endet erst, wenn sie verheiratet werden. Bereits in der Pubertät zeigen sich
äußere Veränderungen. So wächst bei fast allen Kriegern der Hoden zu einer
gigantischen Größe von bis zu 90 cm, was besonders die jungen Stammesfrauen
begeistert. Ein weiteres positives Kriterium des Ernährungskonzeptes ist der
Schutz vor schlimmen Krankheiten wie Anämie, die in der Region weit verbreitet
sind.
Italienische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass
der Verzehr vom Menstruationsblut der heiligen Rinder, deshalb positive
Veränderungen hervorruft, weil in diesem viel Vitamin B6, B12, E und D ist. Außerdem reich an Eisen,
Magnesium, Phosphor, Kalzium und Kalium ist. Fasziniert sind die
Wissenschaftler auch über die unbeeinträchtigte Fortpflanzungsfunktion durch
die gewachsenen Riesenhoden, so zeigten Studien, dass die Männer eher potenter
waren, als andere Männer auf der Welt im selben Alter, die sich nicht von den
heiligen Rindern nähren.
... Die Geschichte in Kurzform zusammengefasst, die auf
diversen Blogs so und noch weiter ausgeschmückt zu lesen ist. Kern ist also ein
Ernährungskonzept eines Stammes, das als Nebenwirkung riesige Hoden wachsen
lässt, eine Potenzsteigerung hervorruft und vor Krankheiten schützt.
Die Frage, die sich nun stellt, kann so etwas möglich
sein?
Beginnen wir mal mit der Geschichte des Bubal Stammes
selbst, der zwischen Kenia und Somalia beheimatet sein soll. Allein hier wird
es schon kompliziert, in dem man eine Existenz überhaupt nachweisen kann, denn
diese scheint es in der europäischen Schreibweise nicht zu geben. Dass, was es
gibt, sind kleinere Nomadenstämme, die als Bubals bezeichnet werden könnten, da
sie die nordafrikanische Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus) hüten.
Auch ist historisch in dieser Region nichts dergleichen
bekannt über derartige Ernährungskonzepte im Zusammenhang mit dessen Folgen.
Lediglich die ostafrikanischen Massai, sind bekannt, dass
sie in geringen Mengen frisches Blut ihrer Rinder trinken, da dieses als
Wohlstand angesehen wird und mit Milch gemischt, als Energiedrink dient. Vereinzelt
existieren noch andere primitive Stämme, die Tierblut zu rituellen Zwecken missbrauchen
oder sich mit Rinderurin die Haare Färben.
Wie schon vermutet ist die gesamte Geschichte Anfang der
2000er erfunden worden und ging nach dem falschen Artikel in der Express Gazeta
vom 18.11.2004 viral und verbreitete sich so. Mal mehr mal weniger
ausgeschmückt.
Die tatsächliche Geschichte hinter dem Foto:
Diese Anomalie hat einen medizinischen Hintergrund, der
auf den Namen "Elephantiasis" hört und ein tropisches Krankheitsbild
ist. Die Krankheit wird über afrikanische / tropische Stechmücken übertragen.
Man mag also diesen zurückgebliebenen primitiv Menschen
viele befremdliche Praktiken zutrauen, doch diese Geschichte ist definitiv ein
Internet Hoax.
Ergebnis:
100% Fake! (Foto Real, Story Fake)