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Dienstag, 2. April 2019

Der Laptop im antiken Griechenland



Der Laptop im antiken Griechenland

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Dass dieses Foto echt ist, daran gibt es keinen Zweifel, die Frage ist nur, was stellt das Motiv dar? So ging um 2007 eine Theorie viral, die vermutet, dass bei diesem Bild aus dem antiken Griechenland eine Frau zu sehen ist, die ein Laptop bedient oder sogar die eingebaute Web Cam oben mit ihren Fingern zuhält. Sicher ist man sich wohl, dass dieses Modell bereits einen Touchscreen besitzt.

Das es sich dabei um einen Laptop und nicht wie die wissenschaftliche Erklärung um eine Schmuckschatulle oder gar Wachstafel handelt, erklärt man sich durch die Größe und vor allem an den USB Anschlüssen an der Seite.

Unterstützung bekommt die Theorie von der Präastronautik, die davon ausgeht, dass gerade die alten Griechen nur über technisches Equipment mit ihren Astronauten Götter in Kontakt treten konnten, und dass dieses Artefakt ein Indiz dafür ist.

Runde USB Buchsen?  Wohl eher nicht!

Bei dieser Reliefskulptur handelt es sich um eine Stele, die als Grabstein diente und tatsächlich aus dem antiken Griechenland stammt und auch ca. 100 Jahre vor Chr. datiert wird. Sie steht im J. Paul Getty Museum in Malibu, Kalifornien (USA) und kann dort genauer betrachtet werden. Sie trägt den Namen: "Grave Naiskos" und stellt eine Adelsfrau und ihren Diener dar. Bei der Szene handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine Schmuckschatulle für ein Collier.



Also leider nichts mit einem alten Artefakt, das außerirdische Besucher beweisen kann.


Ergebnis:  100% Fake!




Montag, 1. April 2019

1211: Das mysteriöse Luftschiff von Cloera



1211: Das mysteriöse Luftschiff von Cloera

Die Creepypasta dahinter:
Im Jahre 1211 soll sich laut schriftlicher Aufzeichnungen in einer kleinen Gemeinde in Irland, die früher auf den Namen Cloera oder auch Cloena gehört hat, etwas sehr mysteriöses ereignet haben. Cloera liegt am Fluss Shannon und die frühere Gemeinde hört heute auf den Namen Clonmacnoise, Klosters Clonmacnoise. Hier geht der Dank an den Berliner Historiker Dr. Jörg Dendl, der in seiner Arbeit den Ort identifiziert hatte.

Das mysteriöse Ereignis ereignete sich im Jahr 1211 an einem ganz normalen Sonntag Vormittag, wo die Gemeindemitglieder am Gottesdienst in der Kirche teilnahmen. Plötzlich erschraken die Gläubigen, als etwas Lautes an der Holztür krachte. Als sie gemeinsam aus der Kirche gingen, um nachzusehen, was für den Krach verantwortlich war, trauten sie ihren Augen kaum. Oberhalb der schweren Holztür der Kirche hatte sich ein Anker verfangen, der an einem Tau befestigt war, der in die Luft aufstieg. Als sie nach oben blickten, um das Ende des Taus zu suchen, sahen sie ein riesiges Schiff, das in der Luft stand. Um dieses Luftschiff herum soll es geschimmert haben, wie Wasser das reflektierte. Auch entdeckten sie einen kleinen Matrosen, der das Taus hinab kletterte um den Anker, der immer noch verklemmt war zu befreien. Als die Dorfgemeinde den Matrosen fangen und zur Rede stellen wollten, schritt der Pfarrer hervor und befahl keine Hand an den fremden anzulegen.  Der Matrose kletterte wieder zurück und kappte von oben das Tau, sodass der Anker immer noch in der Tür klemmte. Das Luftschiff verschwand darauf in den Wolken und wurde von der Gemeinde seit dem nie wieder gesehen ...  

Diese Geschichte klingt wie eine mittelalterliche Dorflegende oder Märchen Erzählung. Doch soll sie sich historisch genau so zugetragen haben.

So gibt es authentische Chronisten aus dieser Zeit, die über diesen Vorfall berichteten.  So z.B. in der "A Social History of Ancient Ireland" aus dem Jahr 950. Oder der "Chronica Gaufredi" des Klosterpriors Geoffroi de Vigeois (1140-1184) und nicht zuletzt der dänischen "Konungs skuggsjá" dem Königsspiegel um 1250. Dieser Vorfall ist historisch also definitiv schriftlich dokumentiert.

So unglaublich es klingen mag, doch dieser mysteriöse Vorfall ist historisch nicht der Einzige. So gibt es einige historische Ereignisse, die genau die Umstände beschreiben, wo es immer um ein Luftschiff ging und eine Kirche.

Das Klosters Clonmacnoise, das im Jahre 548 n. Chr. von Mönch Ciaran gebaut wurde, beziehungsweise die Ruinen kann man heute noch besuchen und sind für Touristen, die in Irland unterwegs sind ein beliebtes Ausflugsziel. Leider ist der Anker in den vielen Jahren verloren gegangen, sodass lediglich die schriftlich hinterlassenen Stadtchroniken den Vorfall bezeugen können.

Die Fragen, die heute natürlich aufkommen und die Wissenschaft vor Rätseln stellen sind:

- Entsprechen die Aufzeichnungen von damals der Realität?
- Was war das für ein Luftschiff und was wollte es?

Hypothesen:


  • Die Dorfgemeinschaft befand sich zu dem Zeitpunkt versehentlich oder absichtlich in einem kollektiven Rauschzustand, der eine Bewusstseinserweiterung und Halluzinationen hervor rief. Zum Beispiel durch verdorbenes Essen, oder Brunnenwasser, zu dem jeder Zugang hatte. Auch möglich wäre eine psychologisch zu erklärende Massenhysterie. - Galt diese Theorie lange als wahrscheinlich, konnte diese letztendlich widerlegt werden, da voneinander unabhängig, gleiche historische Ereignisse mit einem Luftschiff stattgefunden haben.


  • Die Chronisten / Geschichtsschreiber erlaubten sich einen Scherz und die Geschichte ist frei erfunden...  Also eine Bildzeitung des Mittelalters, doch kann auch dieses ausgeschlossen werden, da erstens die Chronisten dieser Zeitepoche als absolut seriös galten und derart Scherze, das Leben hätte kosten können. Auch hier gilt, dass es der Zufall nicht sein kann, da voneinander unabhängig historische Vorfälle mit Luftschiffen verzeichnet wurden.


  • Ein Indiz für außerirdische Besucher / Prä-Astronautik.  Diese Hypothese geht davon aus, dass die Dorfbewohner Kontakt mit Außerirdischen hatten. Dagegen spricht die schlichte Technologie, die wesentlich futuristischer und komplexer sein müsste. Außerirdische gebrauchen sicher kein Tau und kein Anker in ihrer Ausrüstung und selbst sollte es eine Tarnung oder gar nur ein projiziertes Hologramm gewesen sein, würde diese nicht zutreffen.


  • Zeitreisende,  Dimensionsspringer,  Fehler in der Matrix oder Besucher aus einer Parallelwelt, die versehentlich durch eine Raum-Zeitverschiebung oder technischen Defekt in einer falschen Zeit / Dimension aufgetaucht sind. - Möglich aber ziemlich unwahrscheinlich.


  • Gott, Engel Himmelswesen. Ein himmlisches Ereignis im religiösen Sinne ...  Wohl auch eher unwahrscheinlich.

Mein persönlicher Vorschlag:
Nun, wo vieles eigentlich auszuschließen ist, bleibt trotzdem noch eine Hypothese übrig, die erstaunlicherweise in diesem Kontext nur wenig Zuspruch erhält, wobei sie meiner Meinung nach am wahrscheinlichsten ist.


  • "Der Erfindergeist" ... Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es auch 1211 hungrige und mutige Ingenieure gab, Erfinder, Denker und Techniker, die stets hungrig nach Fortschritt sind. Halt Fantasten, Visionäre wie Einzelgänger für die nichts unmöglich ist und nichts auslassen zu probieren. So denke ich an Platons Ideenlehre und Ideenreich, alles, was es gibt, also auch Luftschiffe muss vorher schon existiert haben. So sagt es die Philosophie und daher gilt, die Idee zum Zeppelin muss 1670 nicht Francesco Lana Terzi "allein" und als Erster gehabt haben. Durchaus möglich, dass schon davor die Idee bestand und sogar umgesetzt wurde. Historisch gesehen wäre dies kein Einzelfall, so braucht man nur an den Mechanismus von Antikythera zu denken, der wesentlich früher existiert hat und komplexer war als ein Zeppelin.


Ergebnis: unaufgeklärt (vermutlich Zeppelin)


Bild dient als Symbolbild. Quelle: Künstler Jaroslaw Jasnikowski. es empfiehlt sich seine Seite zu besuchen. Es sind sehr gelungene Werke dabei. 




Freitag, 22. März 2019

Die mysteriösen Baigong Rohre


Die mysteriösen Baigong Rohre


Die Creepypasta dahinter:

Der Ort des Geschehens liegt nahe des Mount Baigong ca. 40 km südwestlich von der Stadt Delhi (Haixi) in der chinesischen Provinz Qinghai, die wiederum im Nordosten des tibetischen Hochlandes liegt. Diese steinwüstenartige Gegend ist unbewohnt. Lediglich einige Nomaden Völker trifft man hier vereinzelt an. Am besagten Mount Baigong, der in seiner Erscheinung Ähnlichkeiten mit einer sehr alten Pyramide hat, befinden sich drei miteinander verbundene Höhlensysteme, wo von aber nur ein Eingang frei zugänglich ist. Hier hat man mysteriöse Rohre gefunden die einen Durchmesser von 40 cm Meter haben und in den Berg führen. Auch am naheliegenden Tuosu-See ragten Dutzende der Rohre aus dem Boden. - Man hat es also mit einem unwiderlegbaren alten (nicht mehr genutzten) Rohrsystem zu tun, das in einer Pyramiden ähnliche Gebirgsformation dessen Höhle entspringt und weiter unten in einen ca. 80 Meter weit entfernten See endet. Entdeckt hat man diese Rohre durch einen Zufall.

1996 haben eine Gruppe 9 amerikanischer Paläontologen / Geologen in diesem als reichhaltig an Fossilen bestehendes Gebiet, nach Dinosaurierknochen und Fossilen gesucht. So stieß ein Gruppenmitglied auf ein an der Felssteinwand aufsteigendes Gebilde, das einem verrosteten Eisenrohr glich. Man beschloss sich gemeinsam, diese dort nicht vermuteten Rohre genauer zu untersuchen und folgte ihnen. So entdeckte man den Eingang einer Höhle in dem die Rohre (wie verlegt) weiter verliefen bis tief in den Berg hinein. Diese Haupthöhle besitzt noch zwei neben Höhlen, dessen Eingänge am Mount Baigong weniger gut zugänglich sind. In diese vermutlich zwei kleineren Höhlen gehen die Rohre auch hinein. Es scheint, als würden diese im Höhlensystem entspringen. Als die Paläontologen verwundert beschlossen, die naheumgebene Umgebung abzusuchen und am Tuosu-See auf Dutzende weitere Rohre von nur weniger als  1  cm bis 60 cm stießen, die am Ufer aus dem Boden ragten und wie es ausschaute, sich auch unter dem See befanden, staunte man nicht schlecht und kam zum Schluss, das es sich um eine gewaltige Wasserpumpanlage gehandelt haben muss, die dem Zweck diente, große Wassermengen in die höher gelegene Höhle zu befördern.

Nun wollte man am nächsten Tag Gewissheit haben und kehrte nach Delhi zurück, um hier die Behörden zu informieren und um natürlich in Erfahrung zu bringen, was es mit dem alten Rohrsystem auf sich hat. Doch zu aller Enttäuschung zeigten sich die Ortsansässigen zuständigen nicht wirklich interessiert. So versuchten sie sich anderorts Gehör zu verschaffen, aber stießen bis zur Abreise erneut auf Desinteresse. So reisten die Gruppenmitglieder zurück nach Amerika und berichteten hier über ihre Entdeckung, auf die man sich kein Reim machen konnte. Doch für eine erneute Expedition mit Fachexperten waren keine Geldmittel zur Verfügung gestellt worden, das diese mysteriösen Rohre in Vergessenheit geraten sind.




Doch einige Jahre später 2002 erinnerte man sich an diesen seltsamen Fund und man begann, nun intensivere Nachforschungen anzustellen. So nahm man diverse Proben, die in Peking im Labor untersucht wurden. Der Ingenieur Liu Shaolin, der die Analyse vollzog, stellte fest, das es sich bei den Rohren um 30% Eisen(III)-oxid und einen großen Anteil an Siliciumdioxid und Calciumoxid, sowie 8% von einem unbekannten Material. Zusätzlich wurde noch eine Datierung durch das Thermolumineszenz-Verfahren gemacht, das zum überraschenden Ergebnis kam, das die Rohre 150.000 Jahre alt sein mussten. Das war in der Tat mehr als überraschend und machte den mysteriösen Kern der Geschichte aus. Schnell dachte man an "OOparts", denn Menschensiedlungen soll es in dieser Region im mittleren Westen Chinas erst seit 30.000 Jahren geben. Kurios und nun auch interessant genug für die Medien, die erstmalig 2002 nun die Öffentlichkeit in Kenntnis setzten, so die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua . Mit Aufhängern wie "Außerirdische Röhren" lockte man auch damit internationale Hobby Forscher, Interessierte und Abenteuer Touristen an. Diese kamen auch und man bot ab sofort Touren zum Mount Baigong an.

Auch wenn die Medien international nur für kurze Zeit über diese Kuriosität berichteten, wurde im Hintergrund weiter geforscht. Die Ergebnisse sollen aber alle nicht zufriedenstellend gewesen sein. 2007 wurde dann doch noch eine interessante Entdeckung gemacht. Zunächst mal war die Mehrheit der Wissenschaftler nun überzeugt, das es sich nicht um ein natürlich entstandenes Phänomen handelte. Des Weiteren stellte der Geologe Zheng Jiandong von der chinesischen Erdbebenbehörde fest, das einige Rohre eine sehr starke Konzentration von Radioaktivität aufzeigten.

So gibt es bis dato nur einige Theorien.

1. Die Natürliche: Das es sich bei den Rohren um Baumwurzeln handelt.

2. Die Historische: Das intelligentere Menschen sie gebaut und verlegt haben

3. Die Geologische: Das Lava für die Formung verantwortlich war

4. Die Präastronautische: Das Außerirdische diese errichtet haben

Es kann aufgrund aktuell noch anhaltenden Forschungen noch nicht eindeutig beurteilt werden, um was es sich handelt. Definitiv gesicherter Fakt ist, das es genau an diesem Ort diese merkwürdigen Rohre gibt. Auch die Funktion, der Wasser Transportierung sollte zutreffend sein. 

Nachtrag: Nach der Atomspektroskopie-Untersuchung, die wissenschaftlich durchgeführt wurde, kann man davon ausgehen, dass es sich um eine natürliche Entstehung handelt, die Rohre entpupten sich als Baumwurzeln. Damit sollte mit größter Wahrscheinlichkeit der Fall geklärt sein. Ein Rätsel bleibt allerdings noch übrig, nämlich wo die starke Radioaktivität herkommt.


Ergebnis: 100% Fake! (nicht außerirdisch)





Mittwoch, 13. März 2019

Prä-Astronautik : Computer / Röhrenmonitor im alten Ägypten?



Prä-Astronautik : Computer / Röhrenmonitor im alten Ägypten?

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Archäologie kann schon spannend sein, erst recht wenn man der Theorie der Prä-Astronautik nicht abgeneigt gegenüber eingestellt ist und sie durchaus in Betracht zieht. So schlägt das Herz sicher höher, wenn man etwas entdeckt, das historisch eigentlich nicht sein kann.  Bei dieser Wandmalerei, die aus dem alten Ägypten stammen soll, sieht man offensichtlich einen alten Ägypter in seiner Pyramide sitzen, der etwas in einen Computer eintippt. Der Röhrenmonitor ist deutlich zu erkennen, kennt man ihn doch seit den 80er / 90er...

Die Frage, die jetzt natürlich im Raum steht, wie kann das sein und ist das nicht ein eindeutiger Beweis, das uns vor vielen Tausend Jahren außerirdische besucht haben?

Ihr müsst jetzt stark sein, leider ist dieses Artefakt kein Beweis, denn an diesem stimmt so gut wie nichts..

Was ist tatsächlich der Hintergrund?
Fangen wir mal an mit dem Ort und der Zeit.  Dieses Motiv stammt nicht aus Ägypten (wie kommt man da eigentlich drauf?), sondern aus Griechenland, hergestellt zwischen dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. Jahrhunderts v. Chr. So befindet sich die Szenerie logischerweise auch nicht in einer Pyramide.

Zu sehen beim Originalmotiv sind Göttin Athene, die Herakles lecker Wein einschenkt, der gemütlich am Olivenbaum sitzt. Griechische Mythologie also ...

So gehört dieses Motiv auch nicht zu einer Wandmalerei, sondern auf eine Keramikvase. 

Die Vase, um die es hier geht, hat der Töpfermeister Python, für den Vasen Maler Duris hergestellt, der für seinen Rotfigurigen Stil bekannt ist und berühmt wurde.

Wer sie sich in natura anschauen möchte, sollte in die Staatliche Antikensammlung München gehen, so ein Besuch im Museum würde sich hier lohnen.

Fazit: die Wahrscheinlichkeit das uns vor vielen Tausend Jahren irgendwann mal außerirdische besucht haben ist hoch, doch dieses Artefakt taugt als Beweis für die Prä-Astronautik, taugt leider nichts, da es eindeutig Fake ist.


(Original)



Ergebnis:  100% Fake!