Donnerstag, 21. März 2019

Ein Wendigo unter der Eisdecke?



Ein Wendigo unter der Eisdecke?

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Ein Wanderer soll 2015 in Kanada durch die winterlichen Wälder gewandert sein und auf einen zugefrorenen See gestoßen sein, den er überquerte. Zufällig entdeckte er ein Wasserloch, wo er unter der dicken zugefrorenen Eisschicht, ein merkwürdiges Wesen entdeckte, das ausschaut wie ein Wendigo. Er schoss sofort ein Beweisfoto und alarmierte die Behörden. Diese schickten ein Team raus und seit dem hat man nichts mehr von dem Vorfall gehört. Hat der Wanderer tatsächlich einen Wendigo entdeckt?

Na das wäre für die Zoologie gewiss eine Sensation, doch wird sich hier jetzt Ernüchterung wahr machen, denn an der Story ist nichts dran, da man es hier mit einer klassischen Creepypasta zu tun hat.

Die wirkliche Geschichte hinter dem Foto:
Zunächst mal stammt das Foto nicht aus Kanada, sondern aus Finnland. Das Jahr ist auch nicht 2015, sondern 2007. So gibt es Herrn Timo Jokela,der Dekan, Professor für Kunsterziehung ist und in Finnland eine Ausstellung bewarb, die den Titel trägt: "Nah an der Natur: Die Zeichen des Waldes". Hier wiederum hat sich der Foto und Performance Künstler "Pekka Kainulainen" mit diesem arrangierten Foto des im See eingefrorenen Wendigos beteiligt.

Man hat es hier also mit Umweltkunst zu tun.
Die Fotoausstellung beleuchtet zwei Aspekte der finnischen Umweltkunst. Beziehung zur Naturlandschaft und zur Präsenz von Mythen und Legenden.

Damit ist auch dieser Fall geklärt, vielleicht gibt es ja den Wendigo, doch dieser hier ist definitiv kein echter Wendigo und somit auch kein Beweis für eine Existenz.




Ergebnis: 100% Fake!




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