Samstag, 23. März 2019

Die erfrorenen Pferde im Schnee ...



Die erfrorenen Pferde im Schnee ...

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Eine wirkliche Story findet man mit dem Foto nicht, außer das es wohl wie üblich aus dem Deepweb stammen soll und es keine weiteren Informationen gibt. Einige Kommentatoren behaupteten, das es sich um ein Foto aus dem 2. Weltkrieg handelte, vermutlich Russland.

Natürlich stimmt das wie meist nicht und so klären wir auch dieses Foto auf.

Bei dem Foto handelt es sich um eine Szene aus einem kanadischen, leicht experimentellen Drama, im Dokumentarstil, aus dem Jahr 2007 von Regisseur Guy Maddin. Er trägt den Titel: "My Winnipeg" und ist im Handel zu bekommen.  Die Szene symbolisiert "Geister" Pferde im Red River, die der Legende nach bei einem Pferderennen verstorben sind.


Ergebnis:  100% Fake!





Der Mothman auf dem Feldweg ...



Der Mothman auf dem Feldweg ...

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Im September 2011 will ein frisch verliebtes Pärchen durch eine kleine Stadt in Virginia unterwegs gewesen sein, um ein Motel zu suchen, auf dem Weg dorthin nahmen sie über einen Feldweg eine Abkürzung und auf halber Strecke, strahlten die Autoscheinwerfer ihres Fahrzeugs ein unheimliches Wesen an, das direkt vor ihnen stand. Hupen verscheuchte das Wesen nicht, das aussah wie ein Mischwesen zwischen einem Menschen und einer Eule mit roten Augen. Es gelang ihnen noch ein Foto zu knipsen, bevor sie den Rückwärtsgang einlegten. Am nächsten Morgen alarmierten sie den Sheriff aus Mason County und schilderten die Begegnung mit dem Ungeheuer. Im Nachhinein waren sie überzeugt, dass sie den legendären Mothman begegnet sind ...

Na immerhin ein recht brauchbares Foto, was mal nicht mit der berüchtigten Kartoffelkamera aufgenommen wurde.

Doch leider handelt es sich hier auch nur um eine Creepypasta der Moderne. Eine erfundene Geschichte, dessen Foto sich um einen Screenshot handelt, das aus einer beliebten amerikanischen Mysteryserie stammt.

Genauer handelt es sich um eine Szene aus der TV-Serie "Monsterquest" mit dem Titel Mothman aus dem Jahr 2010, gedreht von Dave Zdon. Diese Episode wurde übrigens auch ins Deutsche übersetzt und ausgestrahlt.

Also mehr als eine recht gute CGI war hier nichts. Damit ist auch dieses Foto entmystifiziert.

Anmerkung:
Als Darstellung des Mothman, weicht dieses Wesen von den Monsterquest Machern, ziemlich ab, da hier mehr Eulen ähnlich und weniger Motten ähnlich aussieht und den Beschreibungen abweichend ist.


Ergebnis:  100% Fake!





Freitag, 22. März 2019

Die mysteriösen Baigong Rohre


Die mysteriösen Baigong Rohre


Die Creepypasta dahinter:

Der Ort des Geschehens liegt nahe des Mount Baigong ca. 40 km südwestlich von der Stadt Delhi (Haixi) in der chinesischen Provinz Qinghai, die wiederum im Nordosten des tibetischen Hochlandes liegt. Diese steinwüstenartige Gegend ist unbewohnt. Lediglich einige Nomaden Völker trifft man hier vereinzelt an. Am besagten Mount Baigong, der in seiner Erscheinung Ähnlichkeiten mit einer sehr alten Pyramide hat, befinden sich drei miteinander verbundene Höhlensysteme, wo von aber nur ein Eingang frei zugänglich ist. Hier hat man mysteriöse Rohre gefunden die einen Durchmesser von 40 cm Meter haben und in den Berg führen. Auch am naheliegenden Tuosu-See ragten Dutzende der Rohre aus dem Boden. - Man hat es also mit einem unwiderlegbaren alten (nicht mehr genutzten) Rohrsystem zu tun, das in einer Pyramiden ähnliche Gebirgsformation dessen Höhle entspringt und weiter unten in einen ca. 80 Meter weit entfernten See endet. Entdeckt hat man diese Rohre durch einen Zufall.

1996 haben eine Gruppe 9 amerikanischer Paläontologen / Geologen in diesem als reichhaltig an Fossilen bestehendes Gebiet, nach Dinosaurierknochen und Fossilen gesucht. So stieß ein Gruppenmitglied auf ein an der Felssteinwand aufsteigendes Gebilde, das einem verrosteten Eisenrohr glich. Man beschloss sich gemeinsam, diese dort nicht vermuteten Rohre genauer zu untersuchen und folgte ihnen. So entdeckte man den Eingang einer Höhle in dem die Rohre (wie verlegt) weiter verliefen bis tief in den Berg hinein. Diese Haupthöhle besitzt noch zwei neben Höhlen, dessen Eingänge am Mount Baigong weniger gut zugänglich sind. In diese vermutlich zwei kleineren Höhlen gehen die Rohre auch hinein. Es scheint, als würden diese im Höhlensystem entspringen. Als die Paläontologen verwundert beschlossen, die naheumgebene Umgebung abzusuchen und am Tuosu-See auf Dutzende weitere Rohre von nur weniger als  1  cm bis 60 cm stießen, die am Ufer aus dem Boden ragten und wie es ausschaute, sich auch unter dem See befanden, staunte man nicht schlecht und kam zum Schluss, das es sich um eine gewaltige Wasserpumpanlage gehandelt haben muss, die dem Zweck diente, große Wassermengen in die höher gelegene Höhle zu befördern.

Nun wollte man am nächsten Tag Gewissheit haben und kehrte nach Delhi zurück, um hier die Behörden zu informieren und um natürlich in Erfahrung zu bringen, was es mit dem alten Rohrsystem auf sich hat. Doch zu aller Enttäuschung zeigten sich die Ortsansässigen zuständigen nicht wirklich interessiert. So versuchten sie sich anderorts Gehör zu verschaffen, aber stießen bis zur Abreise erneut auf Desinteresse. So reisten die Gruppenmitglieder zurück nach Amerika und berichteten hier über ihre Entdeckung, auf die man sich kein Reim machen konnte. Doch für eine erneute Expedition mit Fachexperten waren keine Geldmittel zur Verfügung gestellt worden, das diese mysteriösen Rohre in Vergessenheit geraten sind.




Doch einige Jahre später 2002 erinnerte man sich an diesen seltsamen Fund und man begann, nun intensivere Nachforschungen anzustellen. So nahm man diverse Proben, die in Peking im Labor untersucht wurden. Der Ingenieur Liu Shaolin, der die Analyse vollzog, stellte fest, das es sich bei den Rohren um 30% Eisen(III)-oxid und einen großen Anteil an Siliciumdioxid und Calciumoxid, sowie 8% von einem unbekannten Material. Zusätzlich wurde noch eine Datierung durch das Thermolumineszenz-Verfahren gemacht, das zum überraschenden Ergebnis kam, das die Rohre 150.000 Jahre alt sein mussten. Das war in der Tat mehr als überraschend und machte den mysteriösen Kern der Geschichte aus. Schnell dachte man an "OOparts", denn Menschensiedlungen soll es in dieser Region im mittleren Westen Chinas erst seit 30.000 Jahren geben. Kurios und nun auch interessant genug für die Medien, die erstmalig 2002 nun die Öffentlichkeit in Kenntnis setzten, so die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua . Mit Aufhängern wie "Außerirdische Röhren" lockte man auch damit internationale Hobby Forscher, Interessierte und Abenteuer Touristen an. Diese kamen auch und man bot ab sofort Touren zum Mount Baigong an.

Auch wenn die Medien international nur für kurze Zeit über diese Kuriosität berichteten, wurde im Hintergrund weiter geforscht. Die Ergebnisse sollen aber alle nicht zufriedenstellend gewesen sein. 2007 wurde dann doch noch eine interessante Entdeckung gemacht. Zunächst mal war die Mehrheit der Wissenschaftler nun überzeugt, das es sich nicht um ein natürlich entstandenes Phänomen handelte. Des Weiteren stellte der Geologe Zheng Jiandong von der chinesischen Erdbebenbehörde fest, das einige Rohre eine sehr starke Konzentration von Radioaktivität aufzeigten.

So gibt es bis dato nur einige Theorien.

1. Die Natürliche: Das es sich bei den Rohren um Baumwurzeln handelt.

2. Die Historische: Das intelligentere Menschen sie gebaut und verlegt haben

3. Die Geologische: Das Lava für die Formung verantwortlich war

4. Die Präastronautische: Das Außerirdische diese errichtet haben

Es kann aufgrund aktuell noch anhaltenden Forschungen noch nicht eindeutig beurteilt werden, um was es sich handelt. Definitiv gesicherter Fakt ist, das es genau an diesem Ort diese merkwürdigen Rohre gibt. Auch die Funktion, der Wasser Transportierung sollte zutreffend sein. 

Nachtrag: Nach der Atomspektroskopie-Untersuchung, die wissenschaftlich durchgeführt wurde, kann man davon ausgehen, dass es sich um eine natürliche Entstehung handelt, die Rohre entpupten sich als Baumwurzeln. Damit sollte mit größter Wahrscheinlichkeit der Fall geklärt sein. Ein Rätsel bleibt allerdings noch übrig, nämlich wo die starke Radioaktivität herkommt.


Ergebnis: 100% Fake! (nicht außerirdisch)





Donnerstag, 21. März 2019

Angikuni Lake: Das verschwundene Eskimo Dorf



Angikuni Lake: Das verschwundene Eskimo Dorf

Die Creepypasta dahinter:
Beim Angikuni Lake und das verschwundene Eskimo Dorf, handelt es sich um einen rätselhaften Vorfall, der sich im November 1930 im Nordosten Kanadas in der Kivalliq Region im Territorium Nunavut, das an Grönland grenzt ereignet hat. Hier liegt der Angikuni See und an dessen Ufer gab es ein kleines Inuiten Dorf, das spurlos verschwunden ist.

Die Inuits  sind eine indigene Volksgruppe, die in Nordosten von Kanada, Alaska und auf Grönland leben. Umgangssprachlich nennt man sie auch Eskimos, die tatsächlich auch die Iglu Schneehaus Baukunst beherrschen und in extremer Kälte und Witterung sich zu helfen wissen. Vor den 30er Jahren galten sie noch als Nomaden Volk. Seit den 60er Jahren sind sie aber in ihrem Territorium sesshaft geworden. Sie leben hauptsächlich aus der Natur vom Fischfang und pflegen ihre eigene Kultur und Bräuche.

Ein gewisser Joe Labelle, ein Trapper, der im Dorf ein bekannter Fellhändler war, machte sich durch den Schneesturm im November 1930 auf, um zu seinen geschätzten Inuit Freunden zu gelangen, mit denen er eine freundschaftliche Handelsbeziehung pflegte, aber auch den einen oder anderen Fischspieß vom Lagerfeuer zusammen verspeiste. Als er in der frühen Morgendämmerung endlich ankam, wunderte er sich, da es extrem ruhig war, was ungewöhnlich war. Um diese Zeit sollten eigentlich die Männer sich für die Jagd vorbereiten, die Kinder vor den Hütten spielen usw. Es war aber extrem ruhig, wie als ob alle noch schliefen. Auch lautes Rufen brachte nichts, sodass Joe Labelle beschloss, die Hütten zu durchsuchen. Nichts! Von den dort ca. 200 lebenden Eskimos war kein Einziger mehr im Dorf anwesend. So ging er davon aus, dass etwas nicht stimmte und eilte zurück, um die Royal Canadian Mounted Police zu alarmieren.

Zusammen inspizierte man das verlassene Dorf jetzt genauer und durchsuchte jede einzelne Hütte und Arbeitsplatz. Das Verwunderliche war, das alles stehen und liegen gelassen wurde. Halb ausgetrunkene Gläser, angefangene Handwerksarbeiten auf den Tischen. Gewehre vor den Türen, ohne die man sich nie entfernt hätte. Über den Feuerstellen hingen noch völlig verkohlte Fische und das Brennholz lag unverräumt nicht abgedeckt am Brennplatz. Das Schockierendste, die sieben Huskys Schlittenhunde, die am Baum angeleint waren, sie waren völlig ausgehungert und erfroren. So war man sich schnell einig, dass etwas Furchtbares geschehen sein muss, was die Eskimos aus dem Dorf veranlasst hat, in aller Eile fluchtartig das Dorf zu verlassen. Noch unheimlicher und mysteriöser wurde es, als man etwas abseits beim Friedhof ankam und sah, wie alle Gräber geöffnet waren und keine Leiche mehr vorzufinden war.

Sofort stellte man eine große Suchmannschaft zusammen, die nicht nur zu Fuß, sondern auch aus der Luft mit zwei Flugzeugen zum Einsatz kamen, um nach den verschwundenen Eskimos zu suchen.  Doch die dreitägige Suche brachte keinen Erfolg. Die Eskimos blieben wie in Luft aufgelöst verschwunden.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Angikuni Sees, siedelte ebenfalls eine kleinere Gruppe Eskimos, die berichteten das vor einiger Zeit eines Nachts blau schimmernde Wesen / Gottheiten vom Himmel kamen und mehrere Nächte über dem See schwebten, aus Furcht hatte man sich in den Iglus und Hütten verbarrikadiert. Die Polizei und die Leiter des Suchtrupps sahen darin aber keine Verbindung zum Verschwinden der 200 Dorfbewohner.

Natürlich bekamen nur wenige Tage danach auch die Medien den Vorfall mit und berichten darüber. Nach weiteren Suchaktionen, die teils auch privat stattfanden, schloss man die polizeiliche Akte mit dem Vermerk "ungelöst".  Erst in den 80er Jahren wurde man wieder auf den Vorfall aufmerksam, sodass sich nun auch Ufologen zu Wort meldeten und davon überzeugt waren, dass Außerirdische die Eskimos entführt haben und auf ihren Heimatplaneten brachten.

Bis heute ist dieser Vorfall ungeklärt ...

Was für eine mysteriöse Geschichte doch entspringt sie der Wirklichkeit?

Wohl eher nicht!

Die wirkliche Geschichte dahinter:
Die wohl erste Erwähnung, die den Vorfall beschreibt, dürfte eine Tageszeitung sein, und zwar die The Danville Register & Bee , die am 27. November 1930 erschienen ist. Hier findet man einen Artikel aus der Feder des Journalisten Emmett E. Kelleher, der den Vorfall um das mysteriöse Verschwinden des Eskimo Dorfs beschrieb.


Mit der Verbreitung des Internets wurde die Geschichte immer weiter ausgeschmückt und die verrücktesten Erklärungsversuche und Theorien machten die Runde.  Letztendlich kontaktierten Skeptiker Historiker und andere Experten und gingen dem Fall erneut auf die Spur. Befragungen und Recherche haben ergeben, dass bei der Royal Canadian Mounted Police kein Fall dieser Art bekannt ist, es keine Akte gibt, auch nie ein Suchtrupp in das Gebiet gestartet ist, keine Flugzeuge im Einsatz waren und sich auch kein Trapper Namens Joe Labelle gemeldet hatte. So befragte man die noch lebenden Nachfahren und sichtete alle Fallakten und Dokumente aus der Zeit, mit dem Ergebnis kein Eintrag. Auch rekonstruierten Historiker und Experten die beschriebenen Umstände und kamen zum Schluss, dass auch diese absolut unwahrscheinlich sind.

Zu guter Letzt führte die Recherche zu keinem weiteren Ergebnis und als Quelle und Urheber der Geschichte bleibt lediglich Emmett E. Kelleher, der für seine Creepypasta Geschichten seiner Zeit bekannt war und öfters mysteriöse Berichte verfasste, die allgemein mit einem Augenzwinkern gelesen werde.

Fazit: Das Einzige, was an dieser Geschichte der Wirklichkeit entspricht, dass die ca. 30 älteren Eskimos ganz unspektakulär ihr temporäres Lager, das für die Jagd benutzt wurde, wieder geräumt haben und weiter gezogen sind. Keine toten Hunde am Baumstumpf, keine geklauten Leichen aus dem Eisboden und auch keine UFO´s, noch nicht mal feste Häuser, da eben nur ein temporäres Lager, wie es typisch ist für die Inuits  wenn sie auf Jagdtour unterwegs sind.

So sind auch alle Fotos falsch, die im Internet kursieren und angeblich das Dorf zeigen sollen. Denn der Ursprung liegt hier bei Aufnahmen von Edward S. Curtis im Jahr 1929 die eine Yupik Tierunterkunft in Hooper Bay, Alaska zeigen. Oder ebenfalls von Edward S. Curtis 1927 aufgenommenes Foto von einem Iñupiaq Dorf in King Island, Alaska. Also alles Bilder, die nichts mit der angeblichen Geschichte zu tun haben.

Kurz um, die ganze Geschichte ist nichts weiter als ein Hoax, eine fiktive Geschichte eines Sensationsjournalisten, der mit Creepypastas seine Brötchen verdient hat.



Ergebnis: 100% Fake!







Zwei okkulte Riesengestalten im Dschungel ...



Zwei okkulte Riesengestalten im Dschungel ...

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Was sieht man hier? Zwei von diesen Muslimas in ihrer Burka? Zwei Außerirdische? Zwei dämonische Wächter? Wesen aus einer anderen Dimension? Okkulte Riesengestalten?

Viel hat man in den Kommentaren gegrübelt, doch was man am ehesten sieht, ist ein Hoax!

Und da mit hat man wohl recht, denn das Foto stammt aus den früheren Werken ca. 2011 vom Fotokünstler Brian Vu.  Somit hätte man auch dieses Rätsel geklärt.


Ergebnis: 100% Fake!




Ein Wendigo unter der Eisdecke?



Ein Wendigo unter der Eisdecke?

Die Creepypasta dahinter:
Dieses Foto taucht immer wieder mal im Netz auf und regt zu eifrigen Diskussionen an. Real oder Fake?

Ein Wanderer soll 2015 in Kanada durch die winterlichen Wälder gewandert sein und auf einen zugefrorenen See gestoßen sein, den er überquerte. Zufällig entdeckte er ein Wasserloch, wo er unter der dicken zugefrorenen Eisschicht, ein merkwürdiges Wesen entdeckte, das ausschaut wie ein Wendigo. Er schoss sofort ein Beweisfoto und alarmierte die Behörden. Diese schickten ein Team raus und seit dem hat man nichts mehr von dem Vorfall gehört. Hat der Wanderer tatsächlich einen Wendigo entdeckt?

Na das wäre für die Zoologie gewiss eine Sensation, doch wird sich hier jetzt Ernüchterung wahr machen, denn an der Story ist nichts dran, da man es hier mit einer klassischen Creepypasta zu tun hat.

Die wirkliche Geschichte hinter dem Foto:
Zunächst mal stammt das Foto nicht aus Kanada, sondern aus Finnland. Das Jahr ist auch nicht 2015, sondern 2007. So gibt es Herrn Timo Jokela,der Dekan, Professor für Kunsterziehung ist und in Finnland eine Ausstellung bewarb, die den Titel trägt: "Nah an der Natur: Die Zeichen des Waldes". Hier wiederum hat sich der Foto und Performance Künstler "Pekka Kainulainen" mit diesem arrangierten Foto des im See eingefrorenen Wendigos beteiligt.

Man hat es hier also mit Umweltkunst zu tun.
Die Fotoausstellung beleuchtet zwei Aspekte der finnischen Umweltkunst. Beziehung zur Naturlandschaft und zur Präsenz von Mythen und Legenden.

Damit ist auch dieser Fall geklärt, vielleicht gibt es ja den Wendigo, doch dieser hier ist definitiv kein echter Wendigo und somit auch kein Beweis für eine Existenz.




Ergebnis: 100% Fake!




Dienstag, 19. März 2019

Der Vorfall in Ong's Hat



Der Vorfall in Ong's Hat

Die Creepypasta dahinter:

Der Vorfall geschah in einem sprichwörtlichen Geisterdorf in der Pemberton Township Gemeinde, in Burlington County im Bundesstaat New Jersey (USA). In dieser Gemeinde befindet sich etwas abseits in den Wäldern, die Reste eines verlassenen Dorfes, das den Namen "Ong´s Hat" trägt. Von dem vermeintlichen Dorf, in dem sich der Vorfall ereignet hat, steht heute allerdings nur noch eine zugewucherte Ruine einer alten Hütte. Zugänglich nur durch einen Trampelpfad am nördlichen Ende des Batona Trail.

Laut Henry Charlton Beck (26 Mai 1902 - 16 Jan 1965) aus New Jersey, der als Autor und Chronist tätig war, war Ong´s Hat um 1860 eine lebhafte Stadt, die als Ankerzentrum bezeichnet werden konnte und viele Besucher und Durchreisende aus der nahen Umgebung anzog. Nicht zuletzt da es große Vorräte an Rum und Whisky gab. Auch wurden historisch hier die ersten Alkohol Schmuggler verhaftet.

Nach der ersten goldenen Welle der industriellen Revolution zogen viele in neue Häuser um oder direkt nach New York, das sich als Metropole entwickelte. So wurde Ong´s Hat aus einer Kleinstadt zu einem kleinen Dorf, in dem nur wenige Menschen lebten. In den 20er Jahren sollen nur noch 7 Menschen dort einen festen Wohnsitz gehabt haben. Die Letzten registrierten, die zugezogen waren, war ein polnisches Ehepaar, die Chininiskis hießen.

1936 war Ong´s Hat vollkommen verlassen und verwildert. So existierte es zwar noch auf der Karte, doch außer ein Schuppen und ein paar Ruinen auf einer Lichtung war nichts mehr übrig. Jäger fanden hier als letzten Bewohner ein weibliches Skelett, von dem man vermutete, dass es sich bei der Verstorbenen, um Frau Chininiski handeln könnte. Sheriff Ellis Parker konnte jedoch nie, das Skelett identifizieren, sodass die Tote bis heute unbekannt blieb.

1961 lebte noch ein Getreidebauer aus Chicago nahe der Geisterstadt. Eli Freed, der mit seinem 79 Jahren dann aber auch verschwand und in eine Seniorenresidenz nach New York zog.

1972 besaß ein Wali Ford ein größeres Stück Land, das an Ong´s Hat grenzte. Dieser war ein spirituell suchender Globetrotter, der in den verschiedensten Ländern seine religiöse Erfüllung suchte. Diese hat er Anfang der 70er in der nordafrikanischen Religion, der Maurisch- Orthodoxen Kirche wohl gefunden und eröffnete auf seinem Land ein Ashram, das wie typisch zu dieser Zeit einer Hippie Kommune gleichkam. Diese hatte guten Zulauf und bestand größtenteils aus Anhängern, die irgendwie auf Sinnsuche waren, freie Liebe und freien Sex zelebrieren wollten und zudem auch ungehemmt die einen oder anderen Drogen Exzesse durchleben wollten.

Ein kleiner Teil der Anhänger des Ashrams nutzten die ungestörte Ruhe und abgelegene Gegend, um wissenschaftlich zu arbeiten und Experimente durchzuführen. Unter ihnen waren auch zwei Junge Studenten aus der Princeton University, die an der Chaos Theorie forschten wie auch an einem Projekt zur Einschränkung der menschlichen Sinneswahrnehmungen.

So ist es dieser kleinen wissenschaftlich arbeitenden Gruppe wohl gelungen, eine Apparatur zu konstruieren, die gleichzeitig dafür sorgt, dass alle Sinneswahrnehmungen für einen kurzen Moment vollständig deaktiviert werden. So fand sich auch schnell einen Freiwilligen, der sich sofort bereit erklärte einen wissenschaftlichen Dienst zu erweisen, um so dafür zu sorgen, dass diese Apparatur, die man "The Egg" nannte, da sie Ähnlichkeiten mit einem Ei hatte aus der experimentellen Forschung raus kommt.  

Der Test verlief allerdings etwas anders als erwartet. Denn die Testperson löste sich samt der Apparatur nach der Inbetriebnahme wie in Luft auf. Nach wenigen Sekunden aber materialisierte sie sich wieder. Was der Anwender berichtete, konnte man erst kaum glauben. So befand er sich für wenige Sekunden zwar am gleichen Ort, jedoch war dieser völlig anders. Anders im Sinne von "naturbelassen" wie er ihn verglich.

Nach dem man sich selbst davon überzeugte und weitere Experimente durchführte, war man sich sicher, dass es offensichtlich durch Zufall gelungen ist, einen Zugang in eine Parallelwelt zu öffnen.

Bedauerlicherweise kamen die Behörden dem Treiben in dem Ashram auf die Schliche und so rückten eines Morgens Polizisten und Militärpolizei an und stürmten das Gelände. Berichten zufolge, haben sich aber alle Anhänger der Ashram Gemeinschaft um Wali Ford über die Apparatur abgesetzt. Lediglich vier leicht bekleidete, nicht mehr so ganz nüchterne Personen traf man im Labor, wo die Ei Apparatur stand an.

Alle anderen gelten bis heute als spurlos verschwunden ... Verbleib unbekannt!

WTF! Was für eine Geschichte! Also wenn der Vorfall sich so tatsächlich ereignet hat, dann ist das nicht nur Mega interessant, sondern mal ein ganz dickes Brett für die Wissenschaft.

Aber wie so oft tritt schon bald Ernüchterung ein, wenn man der Sache mal etwas tiefer auf den Grund geht ...

So sollte man die Geschichte vorab in zwei Teile aufteilen. Zu einem in den historischen, zum anderen in den Fantastischen.

Der historische Teil:
Hier sollte man noch mal Henry Charlton Beck nennen und im Kontext einen interessanten Brief, der in der New York Times veröffentlicht wurde. Dieser stammt von einem Nachfahren der Familie Ong, der die von Henry Charlton Beck behaupteten Sachverhalte in der Chronik von "Ong´s Hat" korrigieren wollte. Ong´s Hat" war nie eine Stadt, noch nicht mal ein Dorf, sondern lediglich eine Hütte, die man um 1610 rum gebaut hatte, als Übernachtungsmöglichkeit, als die Familie Ong aus Little Egg Harbor ihre Handelsbeziehungen mit den Nachbargemeinden nachging.

Beck schmückte in seinem Buch "Forgotten Towns of Southern New Jersey" Ong´s Hat gewaltig aus. Doch da er ehrlich war, bestätigte er noch vor seinem Tod, dass er im Schreibfluss übertrieben hatte und aus der Chronik eher ein Märchen wurde.

Somit steht definitiv historisch fest, das Ong´s Hat lediglich aus einer "Hütte" bestand. Alle weiteren im Buch erwähnten historischen Sachverhalte sind fiktiv, wie der Autor später selbst zugegeben hatte.

Der fantastische Teil:
Hier wird es etwas schwammig, aber doch rekonstruierbar. Demnach besteht die Geschichte, Legende um das mysteriöse Ong´s Hat schon länger als es das Internet gibt, aber dennoch kann man sie als Urgestein der Creepypastas bezeichnen.

Die Wirklichkeit war ein Mediales Experiment, im Rahmen von einem klassischen Transmedia-Storytelling zu Forschungszwecken. Grundlage war also eine  Collaborative Fiction, die das Fundament Ong´s Hat besaß. Joseph Matheny aus Illinois, der als Transmedia Künstler und Autor arbeitet, deckte den Mythos und Hoax, der ein Vorläufer der klassischen Crepypasta war schließlich auf.

Eigentlich sollte die Sache somit vom Tisch sein und die Wirklichkeit ersichtlich, wenn da nicht die unbelehrbaren wären, die nun behaupten, das Matheny und auch andere von der Regierung gezwungen werden, den Vorfall durch eine Falschbehauptung zu vertuschen. Nun ja, selbst hier spricht die Wahrscheinlichkeit eine andere Sprache.

So kursiert bis heute die Geschichte um Ong´s Hat im Netz umher und wird immer weiter ausgeschmückt und ergänzt. Experiment geglückt könnte man somit sagen.

Fazit: Es kann durchaus möglich sein, das es irgendwo Portale zu anderen Dimensionen oder Parallelwelten gibt, aber dieses "Ei" aus Ong´s Hat war definitiv keins.


Ergebnis:  100% Fake!